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	<title>Kleines Kino am Weingarten</title>
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	<description>Großes Kino kommt zurück nach Minden</description>
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	<title>Kleines Kino am Weingarten</title>
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		<title>Rückwärts durch neunzig Jahre – Pinball-Night: Ein Mann erklärt, wie man sich „pinfiziert&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[AdminEddyQuinn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jul 2026 14:52:54 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Ende der Reihe stand ein Automat, der nicht blinkte, nicht klingelte und kein Kabel hatte: ein Erbu Ball von 1933. Holz, Nägel, Schwerkraft – und ein Münzschlitz. Genau solche Geräte brachten das Flippern damals in Verruf, denn man konnte nichts tun außer zusehen. Steven Stockey vom Pinball Multiballs Club Minden führt in dreieinhalb Minuten vom King Kong LE aus dem Jahr 2025 zurück bis zu diesem Holzkasten – und erklärt nebenbei, wie man sich „pinfiziert".]]></description>
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					<h1 class="entry-title">Rückwärts durch neunzig Jahre – </br>Pinball-Night: Ein Mann erklärt, wie man sich „pinfiziert&#8220;</h1>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Zuerst kam der Ton.</p>
<p>Wer am Freitag, dem 6. Februar 2026, kurz nach fünf die Türe am Königswall 97 aufzog, hörte das Kino, bevor er es sah.</p>
<p>Kein Filmton, kein Trailergedröhn. Sondern Schellen. Klackern. Das trockene Poltern einer Stahlkugel, die über lackiertes Holz rollt, irgendwo abprallt, zurückkommt.</p>
<p>Dazwischen dieses helle, unverschämt fröhliche Klingeln, das jeder kennt, der jemals in einer Kneipe zu lange vor einem Kasten mit blinkenden Lämpchen gestanden hat.</p>
<h2>Das Foyer war eine Pinball Hall. Zwei Stunden vor Filmbeginn – und schon voll</h2>
<p><strong><a href="https://vimeo.com/manage/videos/1164352357" target="_blank" rel="noopener">Im Video, das an diesem Abend entstanden ist,</a></strong> geht Steven Stockey vom Pinball Multiballs Club Minden die Reihe der Geräte durch. Er beginnt vorne, beim aktuellsten Gerät, und arbeitet sich zurück.</p>
<p>Ganz vorn der <em><strong>King Kong LE</strong></em> von Stern Pinball, Baujahr 2025. Limited Edition, Videodisplay, Soundteppich, ein Gerät, das zurückschlägt, wenn man es anfasst. Gebaut von Gary Stern – einem Mann, der schon in den Siebzigern in diesem Geschäft war. Man kann das für eine Fußnote halten. Es ist aber die Verbindung, die den ganzen Abend zusammenhält.</p>
<p>Als nächstes der <em><strong>Old Chicago,</strong></em> Bally, 1976. Sattes Blech, warme Lampen, ein Ton, der aus Federn und echten Glocken kommt und nicht aus einem Lautsprecher. Dass ausgerechnet dieses Baujahr im Foyer stand, war um 17 Uhr noch ein Zufall. Um 21 Uhr wusste es jeder besser.</p>
<p>Dann der <em><strong>Strato-Flite</strong></em> von 1974. Elektromechanik, das Zählwerk rattert, die Punkte springen hörbar. Wer die Kugel hier verliert, hat das nicht auf einem Display gelesen, sondern gehört.</p>
<p>Und dann steht da, am Ende der Reihe, etwas, das gar nicht leuchtet.</p>
<h2>Das Museumsstück, das nur mechanische Klackgeräusche machte</h2>
<p>Ein <em><strong>Erbu Ball</strong></em>, 1933. Holz. Kein Kabel. Kein Display. Keine einzige Lampe. Ein Nagelklappen-Automat, wie es sie in den Dreißigern in Wirtshäusern gab – und einer der ersten, die mit Münzen betrieben wurden.</p>
<p>Man wirft die Münze ein, zieht die Feder, lässt los. Dann übernimmt die Schwerkraft. Nägel, Klappen, ein Weg nach unten. Mehr ist da nicht.</p>
<p>Und genau darin liegt die Pointe des ganzen Abends: Man kann nichts tun. Flipperfinger, mit denen der Spieler eingreift, gab es erst ab 1947. Vorher schoss man ab und schaute zu.</p>
<p>Das ist keine technische Fußnote. Das ist der Grund, warum dieses Spiel verboten wurde – und dieser Abend im <em>Kleinen Kino am Weingarten</em> stattfand.</p>
<h2>Verboten. Vierunddreißig Jahre lang</h2>
<p>Am 21. Januar 1942 erklärte New York den Flipperautomat zum Glücksspielgerät. Bürgermeister Fiorello LaGuardia schickte die Polizei los, und die arbeitete gründlich: Allein am ersten Tag wurden mehr als 2.000 Geräte beschlagnahmt und rund 1.500 Anzeigen ausgestellt.</p>
<p>Der Bürgermeister ließ sich mit dem Vorschlaghammer vor zertrümmerten Automaten fotografieren. Das Metall aus den Geräten – allein 1942 gut 1,3 Tonnen – ging in die Rüstung; man hatte gerade Krieg. Chicago und Los Angeles zogen nach.</p>
<p>Die Begründung für das Verbot stand und fiel mit einer einzigen Frage: Entscheidet hier der Spieler – oder der Zufall? Wenn der Zufall entscheidet und trotzdem Geld hineingeworfen wird, ist es Glücksspiel. Und Glücksspiel war verboten.</p>
<h2>Vor 1947 war diese Frage leicht zu beantworten. Man musste sich nur den Erbu Ball ansehen</h2>
<p>Der Erbu Ball hat mit New York natürlich nie etwas zu tun gehabt; er stand in deutschen Wirtshäusern. Aber er ist exakt die Gattung Gerät, um die es ging: keine Flipperfinger, keine Eingriffsmöglichkeit, dafür ein Münzschlitz.</p>
<p>Er ist Beweisstück und Angeklagter in einem – und im Foyer des Kleinen Kinos durfte ihn an diesem Abend jeder in die Hand nehmen.</p>
<p>Aufgehoben wurde das New Yorker Verbot erst 1976, an einem Nachmittag, um den es im Kinofilm des Abends geht.</p>
<p>Neunzig Jahre und vier Geräte auseinander, in einem Foyer in Minden. Alles auf Freispiel. Alles zum Anfassen. Das ist vielleicht der schönste Widerspruch des Abends:</p>
<h2>Ausgerechnet die Maschine, die das Geld ins Spiel gebracht hat, ließ sich hier kostenlos von jedem bedienen, der Lust hatte</h2>
<p>Und dann, um 19 Uhr: Das Publikum kam von den Geräten in den Saal, Steven Stockey hielt seinen Impulsvortrag – und dann lief „Pinball – The Man Who Saved The Game&#8220;.</p>
<p>Roger Sharpe, unruhiger Schreiber, Anfang der Siebziger in New York. Ein Mann mit einer Obsession, die in dieser Stadt illegal ist. Am 2. April 1976 sitzt er vor dem Stadtrat, kündigt an, wohin er die Kugel spielen wird – und spielt sie dorthin. Der „Called Shot&#8220;.</p>
<p>Danach ist Flippern kein Glücksspiel mehr – Flippern ein Geschicklichkeitsspiel. Danach ist es in ganz Nordamerika wieder erlaubt.</p>
<p>Es gibt einen Unterschied zwischen einem Publikum, das diese Szene im Film sieht, und einem Publikum, das zwei Stunden vorher selbst an den Geräten stand. Das erste sieht einen Film. Das zweite weiß, wie schwer das ist.</p>
<h2>Und im Foyer wartete, während im Kinosaal um die Legalität des Spiels gekämpft wurde, ein Bally von 1976 auf die nächste Kugel</h2>
<p>Vier Flipperautomaten kommen nicht von allein in ein Foyer. Ein Holzkasten von 1933 schon gar nicht. Jemand muss die Geräte verfügbar haben, jemand muss sie transportieren, ausrichten, alles auf Freispiel stellen und dann danebenstehen und Fragen beantworten, von denen die meisten immer dieselben sind.</p>
<p>Anstrengend.</p>
<p>Man kann so einen Abend auch einfach <strong><em>nicht</em></strong> machen. Es fällt niemandem auf. Ein Film läuft, das Licht geht aus, das Licht geht an, alle gehen nach Hause, keiner beschwert sich. Kulturarbeit lässt sich sehr bequem betreiben, und es gibt Häuser mit festen Stellen und festen Etats, die genau das tun.</p>
<p>Dass es hier anders läuft, hat einen Grund: Der Abend geht auf die Initiative von Astrid Engel zurück, und getragen hat ihn ein kleiner ehrenamtlicher Verein mit 99 Kinoplätzen zusammen mit Steven Stockey und seinem Flipperclub.</p>
<p><strong><a href="https://vimeo.com/manage/videos/1164352357" target="_blank" rel="noopener">Das Ganz ist dokumentiert: Dreieinhalb Minuten Video.</a> </strong>Steven Stockey geht die Reihe durch, vom King Kong LE zurück bis zum Erbu Ball, und erzählt nebenbei, wie es ihn erwischt hat. „Pinfiziert&#8220; nennt er das. Man muss das Wort nicht erklärt bekommen, wenn man ihn dabei ansieht.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Danach versteht man, warum ein Abend, der als „Pinball-Night zum Ausflippern&#8220; angekündigt war, am Ende von etwas ganz anderem handelte: davon, dass man Dinge verteidigen muss, die andere für Spielerei halten.</p>
<p>Ein Dank an den Pinball Multiballs Club Minden, an Steven Stockey – und an alle, die diesen Abend gefeiert haben und geblieben sind, bis die letzte Kugel unten war.</p>
<hr />
<p><em>Aufgezeichnet von Edgar Wilkening</em></p></div>
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		<title>&#8222;Stadt wird nicht im Rathaus gemacht&#8220; Über Demokratie in Gummistiefeln – Von Astrid Engel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[AdminEddyQuinn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2026 09:14:16 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Aktion]]></category>
		<category><![CDATA[Bastau]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Kino hatte gerufen – zu einer Aktion, die ganz und gar nichts mit Kino zu tun hatte. Und Dutzende Freiwillige kamen. Ein mustergültiges Beispiel für zutiefst basisdemokratisches Engagement der Bürger in ihrer Stadt.]]></description>
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					<h1 class="entry-title"><b>&#8222;Stadt wird nicht im Rathaus gemacht&#8220;</b> </br><em>Über Demokratie in Gummistiefeln – Von Astrid Engel</em></h1>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Von Astrid Engel</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>An der Bastau habe ich vergangene Woche etwas gelernt. Nicht über Erlen, Weiden oder Birken – obwohl wir davon einige Hundert aus dem Boden gezogen haben. Sondern über unsere Stadt.</p>
<p>Der Reihe nach. Im ersten Bauabschnitt der renaturierten Bastau, zwischen Kolpingring und Schwabenring, haben sich wilde Gehölze ausgesät. So üppig, dass sie die Flora verdrängen, die sich am Bachlauf eigentlich entwickeln soll. Maschinen kommen an die steilen Böschungen nicht heran, also braucht es Hände.</p>
<p>Unser <em>Kleines Kino am Weingarten</em> hat in einem Sonder-Newsletter gefragt, wer mit anpackt: am Samstagmorgen und am Montagabend, jeweils anderthalb, zwei Stunden.</p>
<h2>Alles abgestimmt und angeleitet von den Städtischen Betrieben Minden</h2>
<p>Ich hätte mit einer Handvoll Leuten gerechnet. Gekommen sind an beiden Tagen jeweils gut zwanzig, einige sogar an beiden Tagen. Am freien Samstagvormittag. Nach Feierabend am Montag. Und – das hat mich am meisten verblüfft – für keinen von ihnen schien das etwas Besonderes zu sein.</p>
<p>Kein großes Aufheben, keine Grundsatzdebatte. Da ist ein Bach in unserer Stadt, der braucht Hilfe, also helfen wir. So selbstverständlich, als hätte es nie eine andere Möglichkeit gegeben.</p>
<p>Dabei ist es, wenn man einen Schritt zurücktritt, alles andere als selbstverständlich.</p>
<h2>Da ruft ausgerechnet ein Kino zu einer Aktion, die mit Kino nicht das Geringste zu tun hat</h2>
<p>Und ausgerechnet Menschen aus unserer Kino-Community nehmen sich Zeit für eine Sache, die von gemütlichen Kinosesseln weit entfernt ist: mehr Schlammbett als Arthaus.</p>
<p>Niemand hat gefragt, was das mit Film zu tun hat. Vielleicht, weil alle spürten: eine ganze Menge. Wer sich für gute Filme interessiert, interessiert sich meist auch für die Welt, in der sie spielen – und für die Stadt, in der man selbst lebt.</p>
<p>Über den eigenen Tellerrand zu schauen, zu denken und dann auch Verantwortung zu übernehmen: Etwas Demokratischeres gibt es kaum.</p>
<h2>Raus aus den Kinosesseln und rein in die Gummistiefel</h2>
<p>Am Montagabend fiel dann, irgendwo zwischen Grabegabel und Böschung, ein Satz: &#8222;Stadt wird nicht im Rathaus gemacht.&#8220; Letztlich sei es egal, wer Bürgermeister ist und was der den lieben, langen Tag erzählt – Stadt machen die Menschen, die in ihr leben.</p>
<p>Stadt entsteht, wo Bürger etwas gestalten. Ein Kino. Eine Hilfsaktion für einen Bach. Ein Innenstadtfest. Einen Dritten Ort für Kunst und Kultur. Eine Initiative für Sicherheit im öffentlichen Raum. Einen Nachbarschafts-Treff. Oder, oder, oder &#8230;</p>
<p>Man kann das für eine Binsenweisheit halten. Aber an diesem Abend, mit Erde unter den Fingernägeln und Blick auf ein Stück Bachlauf, das sichtbar besser dastand als zwei Stunden zuvor, war es keine Binse. Es war einfach wahr. Und nebenbei der basisdemokratischste Gedanke, den man haben kann.</p>
<p>Auch die Städtischen Betriebe Minden haben ihren Teil dazu beigetragen: Sie haben uns nicht als Störung verstanden, sondern als Verstärkung – eingewiesen, begleitet, mitgemacht.</p>
<h2>Bürger und Stadt nicht im misstrauischen Gegeneinander, sondern in echtem Miteinander</h2>
<p>Es geht also. Es geht sogar erstaunlich reibungslos.</p>
<p>Was mich seither beschäftigt, ist weniger der Stolz auf zwei gelungene Einsätze. Es ist eine Frage. Wenn vierzig Menschen wie selbstverständlich an einen Bach kommen, weil jemand fragt – was ginge dann noch alles in unserer Stadt? Was wäre noch alles möglich, wenn Bürger es anstoßen? Welche Beete, welche Plätze, welche Ideen warten nur darauf, dass jemand fragt?</p>
<p>Ich habe keine abschließende Antwort. Aber ich habe an der Bastau eine Ahnung bekommen. Und die macht ziemlich viel Mut.</p>
<hr />
<p><em>Aufgezeichnet von Astrid Engel, 7. Juli 2026</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Die Wildnis ruft<br /></strong>Der erste Bauabschnitt der renaturierten Bastau: Irgendwo in all dem Dickicht stehen neben der gewünschten Flora auch Hunderte frisch ausgesäter Erlen, Birken, Weiden, die entfernt werden müssen.</p>
<hr />
<p>&nbsp;</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Offene Ohren<br /></strong>Besprechung und Einweisung: Wie sehen junge Erlen aus, wie junge Birken und Weiden? Warum machen wir das hier? Und was ist das Ziel?</p>
<hr />
<p>&nbsp;</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Zwei Teams, zwei Richtungen, ein Ziel<br /></strong>Ein Team Richtung Osten, ein Team Richtung Westen, immer an der direkten Uferkante entlang – dort, wo Maschinen keine Chance hätten.</p>
<hr />
<p>&nbsp;</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Erlkönigs Töchter am düstern Ort<br /></strong>Diese Erle dürfte hier jetzt schon im zweiten Jahr stehen. Aber nicht mehr lange. Höchste Zeit, dass sie rauskommt, um den Bachlauf der Bastau nicht zu überwuchern.</p>
<hr />
<p>&nbsp;</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Insignien des Erfolgs<br /></strong>Überall am Wegesrand bildeten sich solche Haufen, die den Erfolg der Teams bekundeten. Die Städtischen Betriebe Minden SBM sorgten dafür, dass die Haufen abgeholt wurden.</p>
<hr />
<p>&nbsp;</p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1080" src="https://kino-minden.de/wp-content/uploads/2026/07/kino-aktion-anreise-per-fahrrad.jpg" alt="Basecamp mit Fahrradlager" title="kino-aktion-anreise-per-fahrrad" srcset="https://kino-minden.de/wp-content/uploads/2026/07/kino-aktion-anreise-per-fahrrad.jpg 1920w, https://kino-minden.de/wp-content/uploads/2026/07/kino-aktion-anreise-per-fahrrad-1280x720.jpg 1280w, https://kino-minden.de/wp-content/uploads/2026/07/kino-aktion-anreise-per-fahrrad-980x551.jpg 980w, https://kino-minden.de/wp-content/uploads/2026/07/kino-aktion-anreise-per-fahrrad-480x270.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1920px, 100vw" class="wp-image-3797" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Basiscamp mit Radlager<br /></strong>Ökologisch vorbildliche Anreise zum Einsatzort: Wer nicht gleich zu Fuß kam, nutzte das Fahrrad – Spaten, Grabegabeln und gute Laune im Gepäck. Danke an alle, die mitgemacht haben: Das war großartig!</p>
<hr />
<p>&nbsp;</p></div>
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		<title>99 Plätze gegen die Ohnmacht – Eine kleine Betrachtung von Astrid Engel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[AdminEddyQuinn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Jun 2026 11:15:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bonusmaterial]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[AfD]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
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					<h1 class="entry-title">99 Plätze gegen die Ohnmacht – </br>Eine kleine Betrachtung von Astrid Engel</h1>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Ein Spiegel-Artikel fragt, <a href="https://www.spiegel.de/politik/deutschland/umgang-mit-der-afd-was-hilft-wirklich-gegen-die-rechtsextremen-a-1b3748d2-e861-45bb-928a-997933206db2?sara_ref=re-so-app-sh" target="_blank" rel="noopener">was wirklich gegen rechts hilft.</a> Fünf Forscherinnen und Forscher geben Antworten. Und ich saß da mit meinem Kaffee und wurde langsam ein bisschen rot.</strong></em></p>
<hr />
<p>Ein ganz normaler Sonntag – bis ich anfing, mich sonderbar unbehaglich zu fühlen. Wegen eines Artikels. <a href="https://www.spiegel.de/politik/deutschland/umgang-mit-der-afd-was-hilft-wirklich-gegen-die-rechtsextremen-a-1b3748d2-e861-45bb-928a-997933206db2" target="_blank" rel="noopener">„Was hilft wirklich gegen die Rechtsextremen?&#8220;, fragten Fabian Hillebrand und Marc Röhlig im aktuellen Spiegel,</a> und ich setzte mich hin, wie man sich zu solchen Texten hinsetzt: in der Erwartung, hinterher wieder etwas ratloser zu sein.</p>
<p>Fünf kluge Köpfe, Brandmauern, die mit jeder weiteren Umfrage ihre Sinnlosigkeit unter Beweis stellen, eine Partei, die in Sachsen-Anhalt nach der absoluten Mehrheit greift. Man liest das – und fühlt sich klein und ohnmächtig. Nur kam es heute anders.</p>
<h2>Je weiter ich las, desto öfter dachte ich: <em>Moment mal. Das kenne ich doch.</em></h2>
<p>Den Anfang machte Psychologe Stephan Grünewald vom Rheingold-Institut mit den Bremer Stadtmusikanten – ausgemustert, abgeschrieben, von ihren Besitzern aufs Altenteil geschoben, und trotzdem brechen sie auf. „Etwas Besseres als den Tod findest du überall.&#8220;</p>
<p>Dass die vier nie in Bremen ankommen, sondern unterwegs ihr Glück finden, sei dabei egal, sagt Grünewald; entscheidend sei, dass ein Aufbruchsbild überhaupt Bewegung erzeugt. Ich saß da und dachte: Genau diese Filme zeigen wir im <em>Kleinen Kino am Weingarten</em>. Über die Ausrangierten, die sich nicht ausrangieren lassen. Und „Etwas Besseres als den Tod findest du überall&#8220; könnte, ehrlich gesagt, an unserer Eingangstür stehen.</p>
<p>Sechs Zutaten brauche so ein Aufbruch, zählte Grünewald auf, und ich zählte unwillkürlich mit. Eine ehrliche Beschreibung der Probleme – wir haben zum Beispiel „The Zone of Interest&#8220; gezeigt, einen Film, der einem nicht schmeichelt. Ein Zielbild, das Lust macht: <a href="https://kino-minden.de/statut/" target="_blank" rel="noopener">unser Statut.</a> Wir werden Bäume an die renaturierte Bastau pflanzen und das Ganze, mit dem gebotenen Augenzwinkern, <a href="https://kino-minden.de/aus-filmen-wird-wald-unser-kleiner-holly-wood-ausgezeichnet-mit-dem-maas-natur-umweltpreis-2026/" target="_blank" rel="noopener">„Unser kleiner Holly-Wood&#8220;</a> taufen.</p>
<p>Die Erfahrung, etwas beitragen zu können: Einen unserer schönsten Kinotage hat schlicht eine Besucherin angestoßen, mit dem <a href="https://kino-minden.de/posaunenchor-der-petri-gemeinde-mit-auftakt-konzert-im-kleinen-kino-am-weingarten/" target="_blank" rel="noopener">Posaunenchor der Petri-Gemeinde</a> als Begleitprogramm, zweimal ausverkauft.</p>
<p>Gemeinschaft und Fairness – acht bzw. ermäßigt fünf Euro Eintritt, gleich welchen Alters, getragen von Ehrenamtlichen, die das neben Beruf und Alltag stemmen. Sichtbare Etappenerfolge – ein voller Saal, ein kleiner Umweltpreis. Und die Frage, was das fürs eigene Leben heißt – nun ja: ein Abend unter 98 anderen Menschen in einem warmherzigen Raum.</p>
<h2>Sechs von sechs Punkten. Ich legte das Heft kurz beiseite.</h2>
<p>Dann folgte Carolin Amlinger im Artikel, Kultursoziologin aus Basel, mit einer Geschichte, die mich als Architektin sofort hatte: In Frankreich steige der Stimmenanteil der Rechtsextremen dort, wo die letzte Bar-Tabac schließt – und sinke, wo eine neue öffnet. Unabhängig von Arbeitslosigkeit, unabhängig von Migration. Es sei, schreibt sie, eben auch ein Kampf um die Dorfkneipe.</p>
<p>Ich denke berufsbedingt in Räumen, und hier stand es schwarz auf weiß: Wo die Räume verschwinden, in denen Menschen einander begegnen, zieht sich das Leben zusammen, und die Welt wird enger. Wir haben so einen Raum nicht geschaffen, um Bollwerk zu sein. Wir halten ihn nur drei, vier Tage im Monat offen.</p>
<p>Im Erdgeschoss der Jazzclub, gegenüber die „Casa Mediha&#8220;, nebenan die Kult-Kneipe „Zum seriösen Fußgänger&#8220;. Ich hatte das immer für ein hübsches Quartier gehalten. Dass es sozusagen demokratische Infrastruktur ist, kam mir erst beim Lesen.</p>
<p>Spätestens bei Matthias Quent, dem Extremismusforscher aus Jena, gab ich es auf, cool zu bleiben. Er nennt die AfD eine „Selbstwirksamkeitsmaschine&#8220;: Sie verkaufe Menschen, die sich ohnmächtig fühlen, das Gefühl, wieder etwas bewirken zu können – ein trügerisches Gefühl, aber ein wirksames. Was helfe? Niedrigschwellige Beteiligung. Vereine, Nachbarschaftsprojekte, lokale Initiativen. Menschen, die erleben, dass sie zum Gelingen von etwas beitragen können.</p>
<h2>Ich saß da und dachte fast erschrocken: Wir sind doch auch eine Selbstwirksamkeitsmaschine.</h2>
<p>Nur eine kleine, gutmütige, leicht chaotische. Ein Verein. Quasi ein Quartiersprojekt mit Leinwand. Und der schönste Beweis ist genau jene Besucherin, deren Idee plötzlich einen ganzen, doppelt ausverkauften Kinotag trug. Das ist Selbstwirksamkeit. Man muss sie nur einmal erlebt haben, um sie nicht mehr bei den Falschen zu suchen.</p>
<p>Sandra Busch-Janser von der Adenauer-Stiftung will mit ihrem Projekt „Dorfliebe&#8220; nichts anderes, als Menschen ins Gespräch zu bringen. Bei uns steht genau das in der Satzung – ich musste extra nachsehen: Film solle in einen weiteren Kontext gestellt werden, das Kino sei ein „Ort der Begegnung und des gemeinsamen Erlebens&#8220;. Wir haben das vor zwei Jahren aufgeschrieben, weil es uns richtig vorkam, nicht weil wir gegen etwas anschreiben wollten.</p>
<p>Damit das hier nicht nach Selbstbeweihräucherung klingt: Wir sind ein Kino mit 99 Plätzen. Wir retten nicht die Republik. Das Verblüffende an diesem Sonntagmorgen war auch nicht der Gedanke „seht, wie wichtig wir sind&#8220;, sondern das Gegenteil – wie wenig es offenbar braucht.</p>
<p>Ein warmer Raum. Eine Leinwand. Ein paar Leute, die sich kümmern. Ein Eintrittspreis, den auch eine Familie zahlen kann. Fünf kluge Köpfe beschreiben eine Kathedrale aus Maßnahmen; wir haben, ohne es zu merken, eine kleine Kapelle gebaut. Ich habe immer gesagt: Wir dürfen die Zukunft der Stadt nicht den Verwaltern überlassen, sondern müssen sie selbst gestalten.</p>
<h2>Ich wusste nicht, dass ich damit, ganz nebenbei, ein Rezept gegen rechts unterschrieben hatte.</h2>
<p>Genau das, glaube ich, ist die eigentliche Lehre des Artikels, und sie richtet sich nicht an die Politik allein. Sie braucht keinen großen Wurf, keine Erlaubnis, kein Millionenbudget. Sie braucht Menschen, die ihren Raum aufschließen – die Kneipe, den Verein, die Bibliothek, das Kino.</p>
<p>Wir werden das weiter tun, drei, vier Tage im Monat, vielleicht auch mehr. Aber jetzt mit einem etwas anderen Bewusstsein. Und wenn dieser Text auch nur einen Menschen dazu bringt, in seiner Stadt eine Tür aufzuschließen statt sie zuzulassen, dann hat er mehr bewirkt als die schönste Brandmauer.</p>
<hr />
<p><strong><em>Astrid Engel<br /></em></strong><em>Initiatorin und 1. Vorsitzende des Vereins &#8222;Kleines Kino am Weingarten e.V.&#8220; | 21. Juni 2026</em></p></div>
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		<title>Aus Filmen wird Wald: Unser kleiner Holly-Wood ausgezeichnet mit dem Maas Natur Umweltpreis 2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[AdminEddyQuinn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2026 10:00:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bonusmaterial]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 20. Mai 2026 erhielt der Verein "Kleines Kino am Weingarten e.V." eine Auszeichnung für das Klimaschutz-Projekt "Unser kleiner Holly-Wood". Stifter des Preises: das Gütersloher Unternehmen Maas Natur, das Naturtextilien herstellt und handelt. Wer alles auf der Bühne zu erleben war und was es mit dem Projekt Holly-Wood auf sich hat: hier im großen Gala-Nachbericht.]]></description>
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					<h1 class="entry-title">Aus Filmen wird Wald: <em>Unser kleiner Holly-Wood</em> ausgezeichnet mit dem <em>Maas Natur Umweltpreis 2026</em></h1>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Ein Festakt wie Film-Fans ihn lieben: mit starken Protagonisten, unterhaltsamer Dramaturgie – und natürlich mit Happy End.</p>
<p>Es ist Mittwoch, der 20. Mai 2026, kurz vor zehn Uhr morgens. Draußen vor dem Königswall 97 in Minden hängt der späte Frühlingshimmel ruhig über der Stadt. Drinnen, im Foyer des Kleinen Theaters am Weingarten, ist das Licht warm und gedämpft, es riecht nach frischem Kaffee und nach diesem ganz speziellen Geruch, den Veranstaltungsorte annehmen, wenn man sie für etwas Besonderes aus dem Schlaf holt. Und besonders ist dieser Vormittag ganz unzweifelhaft.</p>
<p>Auf der Leinwand drinnen im Saal läuft in einer ruhigen, einladenden Endlosschleife der <em>Red Curtain:</em> ein langsam wogender, schwerer roter Vorhang, durchsetzt mit Hinweisen auf das Programm, ein kleiner Kino-Pre-Show-Loop, der das macht, was er soll. Er stimmt ein.</p>
<p>Er erinnert daran, wo man hier ist: nicht in einem Saal, sondern in einem Kino. Genauer: in <em>diesem</em> Kino. Im <em>Kleinen Kino am Weingarten</em>, das gerade mal 99 Plätze hat, gerade mal drei, vier Mal im Monat aufschließt – und das heute, an diesem Mittwochvormittag um Punkt zehn, etwas bekommen wird, mit dem zwei Jahre zuvor, beim Start des Kinos, noch niemand gerechnet hat: einen Umweltpreis.</p>
<h2>Vorhang auf: Der Festakt beginnt – Showtime!</h2>
<p>Zehn Uhr. Auf der Leinwand erscheint ein kurzer Film: <a href="https://vimeo.com/manage/videos/925409812" target="_blank" rel="noopener"><em>Meet The Makers.</em></a> Drei Minuten, in denen die Initiatoren ihr Kino-Projekt vorstellen.</p>
<p>Moderatorin Christiane Bode, die sich im Saal schon ein paar erwartungsvolle Blicke abgeholt hat, wird angekündigt durch einen Filmzuspieler. Ein typisch cinephiles Augenzwinkern dieses Hauses, in dem Filme Gespräche eröffnen – nicht beenden.</p>
<p>Dann steht die Bielefelderin auf der Bühne. „Schön, wieder hier zu sein&#8220;, sagt sie, und es klingt, wie es gemeint ist: vertraut. Es ist nicht ihr erstes Mal hier oben. Im vergangenen Jahr, 2025, hat sie schon einmal eine Auftaktveranstaltung im Kleinen Kino moderiert: die Filmreihe <a href="https://kino-minden.de/auf-frauen-bauen/" target="_blank" rel="noopener"><em>Auf.Frauen.Bauen.</em></a></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Moderatorin Christiane Bode. </strong>Mit Charme und Wortwitz führt die Bielefelderin professionell durch den Festakt und findet stets die richtigen Worte.<br />Foto: © Christian Vogt</p>
<hr />
<p>&nbsp;</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Und nun, ein knappes Jahr später, wieder ein besonderer Anlass. „Wir haben ein tolles Programm vorbereitet&#8220;, sagt sie. Und dass es viele Menschen geben werde, die heute hier oben stehen. „Aber weil wir hier in einem Kino sind und Kino als Event-Ort feiern, beginnen wir natürlich auch mit einem Film.&#8220;</p>
<p>Licht aus. „Glenn, The Great Nature Lover&#8220;, ein norwegisch-schwedischer Animationsfilm von 2023, knappe viereinhalb Minuten. Eine Hauptfigur, die die Natur wirklich, wirklich liebt – auf eine Art, die das Publikum im Saal abwechselnd schmunzeln und nachdenklich werden lässt.</p>
<p>Schon beim Kurzfilmschauen hat dieser Festakt etwas, was andere Festakte fast nie haben: eine Tonlage. Kein Pathos. Kein dröhnendes Ehrenwort-Vokabular. Stattdessen: Witz, Wärme und Liebe zum Detail.</p>
<h2>Die Frau der Stunde: Kino-Macherin Astrid Engel</h2>
<p>Als das Licht wieder angeht, begrüßt Christiane Bode die Vorsitzende des Kino-Vereins, Astrid Engel als das, was sie an diesem Vormittag tatsächlich ist: die Frau der Stunde. Kino-Initiatorin, Gründerin, treibende Kraft. Wohnhaft in der Bastaustraße – ausgerechnet. An der Bastau, also genau an dem Fluss, an dessen renaturierten Ufern bald das Projekt Wirklichkeit werden soll, das heute hier geehrt wird.</p>
<p>Christiane Bode fragt sich durch die kurze, beeindruckende Geschichte dieses Kinos. Was ist das hier eigentlich für ein Kino? Warum genau an diesem Ort? Warum im Ehrenamt? Und was steht unterm Strich, wenn man nach zwei Jahren Bilanz zieht?</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>&#8222;Kino ist Demokratie-Infrastruktur. Hier werden schwierige gesellschaftliche Themen verhandelt. Reflexionsangebote im fiktionalen Format – so dass es jeder nachvollziehen kann.&#8220; </strong>Zentrales Statement von Kino-Macherin Astrid Engel, die im Gespräch auf einige bewegende Ereignisse in der kurzen Kino-Geschichte zurückblickt.<br />Foto: © Christian Vogt</p>
<hr />
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Astrid Engel erzählt. Davon, wie nach dem Wegbrechen der kommerziellen Mindener Kinos ein paar Mindenerinnen und Mindener einfach beschlossen haben, dass das nicht das Ende sein darf. Wie aus einer Idee ein Verein wurde, aus einem kleinen, viel zu oft leer stehenden Theater ein Spielort, aus dem Spielort eine kleine Institution. 99 Plätze, drei bis vier Termine im Monat, acht Euro Eintritt – bewusst niedrig gehalten, damit niemand draußenbleiben muss. Alles ehrenamtlich, alles aus bürgerschaftlichem Engagement, alles um zu zeigen: Bürger können wirksam sein und selbst Dinge bewegen in einer Stadt.</p>
<p>Und dann diese Filme. Christiane Bode geht die Liste durch, und Astrid Engel kommentiert, mal heiter, mal mit dem kleinen Schmerz, den Filmemacherinnen kennen, wenn ein wunderbarer Film an einem leeren Saal scheitert.</p>
<p><em>Paolo Conte alla Scala</em> – gespielt zu Weihnachten 2024, ein Konzertabend wie aus einer anderen Zeit, einer anderen Welt. <em>Köln 75</em> – am Ostermontag 2025 gezeigt und schon sechs Wochen vorher restlos ausverkauft. <em>Die leisen und die großen Töne</em> – zweimal nacheinander voll besetzt, beide Male mit dem Posaunenchor der St. Petri Gemeinde im Saal – eine dieser Begegnungen zwischen Leinwand und Live, für die dieses Kino so steht. <em>How to Make a Killing</em> – die erste <em>Sneak Preview,</em> dazu ein regulärer Termin, beide Male ausverkauft. Und dann, ganz bewusst erzählt: <em>Small Town Girl</em>. Ein sehr besonderer, sehr außergewöhnlicher Film. Ein Ereignis, das einen vollen Saal verdient hätte. Aber: Null Zuschauer. Es ist diese eine Erinnerung, die zeigt, wie schmal der Grat ist, auf dem ein Kino wie dieses balanciert.</p>
<p>„Wie schaffst du das alles?&#8220;, fragt Christiane Bode die Kino-Macherin. Denn Architektin Astrid Engel ist im Ehrenamt nicht nur mit dem Kino, sondern auch in der Immobilien- und Standort-Gemeinschaft Obermarktquartier aktiv, wo sie sich für die Belebung der Innenstadt einsetzt. Astrid Engel lacht. Eine wirklich befriedigende Antwort gibt es nicht. Es gibt nur das Tun, das Bewegen, das Machen.</p>
<p>Applaus. Und Christiane Bode leitet über: „Jetzt werfen wir einen Blick auf das Projekt, um das es heute geht.&#8220;</p>
<h2>Aus Filmen wird Wald – und ein Hingucker</h2>
<p>Edgar Wilkening hastet vom Regieraum, seinem natürlichen Habitat im Kino, rüber zur Bühne. Im Vorfeld hat Christiane Bode eine kleine biografische Pointe aufgeschnappt, die sie nun teilt: Wilkening, der das Projekt konzipiert hat, ist ausgebildeter Gärtner. Nach Abitur und Zivildienst hat er die Lehre gemacht – aus Öko-Gründen. Damals, vor sehr vielen Jahren. Stimmt das wirklich? Es stimmt. Und auf einmal ergibt das alles hier oben auf der Bühne noch ein paar Grad mehr Sinn.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>&#8222;Die Menschen im Verein übernehmen Verantwortung. Dafür, dass die Stadt nicht noch weiter abgehängt wird von der bundesweiten Film-Landschaft.&#8220; </strong>Statement von Konzeptentwickler Edgar Wilkening.<br />Foto: © Christian Vogt</p>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1080" src="https://kino-minden.de/wp-content/uploads/2026/05/umweltpreis-gala-konzeptentwickler-edgar-wilkening-erlaeutert-kleinen-holly-wood-new.jpg" alt="Konzeptentwickler Edgar Wilkening erläutert das Projekt &quot;Unser kleiner Holly-Wood&quot; bei der Umweltpreis-Gala zum Maas Natur Umweltpreis 2026" title="umweltpreis-gala-konzeptentwickler-edgar-wilkening-erlaeutert-kleinen-holly-wood-new" srcset="https://kino-minden.de/wp-content/uploads/2026/05/umweltpreis-gala-konzeptentwickler-edgar-wilkening-erlaeutert-kleinen-holly-wood-new.jpg 1920w, https://kino-minden.de/wp-content/uploads/2026/05/umweltpreis-gala-konzeptentwickler-edgar-wilkening-erlaeutert-kleinen-holly-wood-new-1280x720.jpg 1280w, https://kino-minden.de/wp-content/uploads/2026/05/umweltpreis-gala-konzeptentwickler-edgar-wilkening-erlaeutert-kleinen-holly-wood-new-980x551.jpg 980w, https://kino-minden.de/wp-content/uploads/2026/05/umweltpreis-gala-konzeptentwickler-edgar-wilkening-erlaeutert-kleinen-holly-wood-new-480x270.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1920px, 100vw" class="wp-image-3559" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>&#8222;Schluss mit Blabla-Modus! Erzählt nicht abstrakt von &#8218;Klimaschutz&#8216; – macht es konkret. Wie bei allen guten Geschichten und guten Filmen. Es waren ja auch nicht &#8218;zwei Jugendliche&#8216;, die plötzlich kamen an ein Häuschen von Pfefferkuchen fein. Es waren Hänsel und Gretel.&#8220; </strong>Viel spezifisches Know-How aus Fortbildungen bei amerikanischen Top-Dramaturgen, das Konzeptentwickler Wilkening aus Hamburg mitbringt.<br />Foto: © Christian Vogt</p>
<hr />
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wilkening präsentiert <em>Unser kleiner Holly-Wood – Aus Filmen wird Wald.</em> Auf der Leinwand erscheinen die Visualisierungen, die in den vergangenen Wochen schon das Projekt-PDF und die Einladung geprägt haben: das Ufer eines Flusslaufs, junge Bäume am renaturierten Fliessgewässer, Menschen, die pflanzen, gießen, beschriften. Das Schild im Vordergrund verrät den Titel: „Unser kleiner Holly-Wood&#8220;. Im Hintergrund, im Dunst, die Silhouette des Mindener Doms.</p>
<p>Die Idee ist so einfach wie bestechend. Die Bastau, dieser Nebenfluss der Weser, wird im Stadtgebiet Minden gerade aufwändig renaturiert. Die Städtischen Betriebe Minden haben dem Kino-Verein in Aussicht gestellt, dort eine Fläche zur Verfügung zu stellen. Auf dieser Fläche pflanzt der Verein Bäume – als ganz konkrete Klima-Ausgleichsmaßnahme für die Filme, die im Kino laufen.</p>
<p>Jeder Baum bekommt seine Plakette. Auf jeder Plakette steht ein Datum, ein Filmtitel, eine Vorstellung. Aus dem abstrakten Wort „Klimaschutz&#8220; wird ganz konkret: ein bestimmter Abend, ein bestimmter Film, ein bestimmter Baum.</p>
<h2>Mach es konkret! Sei präzise! Nutze ein genaues Bild!</h2>
<p>„Donnerstag, 7. Mai 2026, 20:00 Uhr – Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße&#8220;, steht auf der Beispiel-Plakette. Im Saal lächeln einige. Mancher war dabei, als der Film lief. Und nun steht er, oder besser: wächst er, am Ufer eines Flusses, der gerade erst lernt, wieder ein Fluss zu sein.</p>
<p>Und natürlich braucht so ein Wald einen Namen. Einen konkreten. Nur welchen? Film-Forst? Kino-Gehölz? Cinema-Wald? Vorschläge gäbe es viele. Aber welcher ist der beste?</p>
<p>Wilkening präsentiert schmunzelnd das Ergebnis seiner Arbeit: Der Kino-Wald wird <em>Holly-Wood</em> heißen. Wie auch sonst, sagen alle. Die Doppeldeutigkeit, mit einem Augenzwinkern versehen, versteht jeder. Und weil es das <em><span style="text-decoration: underline;">Kleine</span> Kino am Weingarten</em> ist, wird es auch nur ein <em>Kleiner Holly-Wood</em>. Alles andere wäre vermessen.</p>
<p>Trotzdem soll die Aufforstung erst der Anfang sein. In einer späteren Ausbaustufe, je nach Förder-Möglichkeiten, könnten entlang der Aufforstungsfläche Info-Tafeln entstehen, die auf spielerische, unterhaltsame Weise erklären, was Mediennutzung eigentlich kostet: Streaming, Fernsehen, Internet, KI. Ressourcenverbrauch, der sonst unsichtbar bleibt. Hier soll er sichtbar werden – nicht moralisch, sondern verspielt, mit Diagrammen und Bildern, die einladen zum Hinschauen statt zum schlechten Gewissen.</p>
<p>Bei weitem nicht die erste Auszeichnung, die Wilkening für ein Konzept erhält. Er blickt auf Dutzende von Awards und Prämierungen für herausragende Arbeiten – vom Beck&#8217;s Career Award der Brauerei Beck&#8217;s in Bremen für das Szenegastronomie-Projekt <em>Venus &amp; Mars</em> bis zum Mobilitäts-Konzept a<em>utonachbarn</em>, das 2023 als eines der <a href="https://dasherzderstadt.de/eines-der-zehn-besten-innovationsprojekte-in-nrw-aus-minden-an-der-weser/" target="_blank" rel="noopener">zehn besten Innovationsprojekte in NRW</a> geehrt wurde.</p>
<h2>Maas Natur kommt aus Gütersloh nach Minden</h2>
<p>Christiane Bode übernimmt wieder. „Umweltpreis der Firma Maas Natur in Gütersloh – darüber wollen wir mehr erfahren. Wer ist Maas Natur? Und was hat es mit diesem Umweltpreis auf sich?&#8220;</p>
<p>Ein kurzer Werbeclip stimmt ein. Dreißig Sekunden. Bilder von Mode, die in Naturtönen gehalten ist, von Menschen, die überzeugt sind, dass nachhaltiges Leben kein Verzicht sein muss, sondern eine angemessene Art, sich zu kleiden, einzukaufen, zu leben, zu sein.</p>
<p><a href="https://maas-natur.de" target="_blank" rel="noopener">Reinhard Maas betritt die Bühne, der Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens höchstpersönlich.</a> An seiner Seite Paulina Riebe, Nachhaltigkeitsmanagerin im Unternehmen, und Carina Schmaltz, Filialbetreuerin bei Maas Natur.</p>
<p>Reinhard Maas erzählt von vierzig Jahren Firmengeschichte – das Unternehmen feierte 2025 Jubiläum. Und der Umweltpreis &#8222;natürlich leben&#8220; markiert den Eintritt ins neue Jahrzehnt. Erstmals vergeben, ausgelobt für Vereine, Initiativen und Engagierte aus Ostwestfalen-Lippe, die nachhaltige Projekte umsetzen. 15.000 Euro insgesamt, aufgeteilt auf zehn Preisträger – nicht eine einzelne Spitze, sondern eine Vielfalt. Genau das ist die Idee dahinter: aus vielen kleinen Impulsen eine größere Bewegung zu machen.</p>
<p>Paulina Riebe stellt die weiteren Preisträger vor. Eine bunte Galerie engagierter Menschen aus OWL: Kindergärten, die Spielplätze begrünen. Schulklassen, die Gärten anlegen. Vereine, die Dächer bepflanzen. Stadtteilinitiativen, die Bäume pflanzen. Und mittendrin: ein Kino, das aus Filmen Wald macht.</p></div>
			</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Reinhard Maas, Gründer und Geschäftsführer von Maas Natur, schildert die sehr originelle Ursprungsgeschichte des Unternehmens im Gütersloh der 80er-Jahre – und wie daraus der heutige Filial- und Onlinehändler für Naturtextilien entstand. </strong>Mit Paulina Riebe und Carina Schmaltz (beide Maas Natur).<br />Foto: © Christian Vogt</p>
<hr />
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Paulina Riebe, Nachhaltigkeitsmanagerin bei Maas Natur, erläutert Idee und Grundzüge des Maas Natur Umweltpreises &#8222;natürlich leben&#8220;. Und stellt die insgesamt zehn Preisträger vor, die für ihr Engagement mit der Auszeichnung geehrt werden.<br /></strong>Foto: © Christian Vogt</p>
<hr />
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Der große Moment: Offizielle Preisverleihung an Astrid Engel als Vorsitzende des Vereins Kleines Kino am Weingarten e.V.<br /></strong>Foto: © Christian Vogt</p>
<hr />
<p>&nbsp;</p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1080" src="https://kino-minden.de/wp-content/uploads/2026/05/umweltpreis-gala-Gruender-reinhard-maas-und-moderatorin-christiane-bode-dialog-new.jpg" alt="Gründer des Gütersloher Unternehmens Maas Natur, Herr Reinhard Maas im Gespräch mit Moderatorin Christiane Bode bei der Umweltpreis-Gala zum Maas Natur Umweltpreis 2026" title="umweltpreis-gala-Gruender-reinhard-maas-und-moderatorin-christiane-bode-dialog-new" srcset="https://kino-minden.de/wp-content/uploads/2026/05/umweltpreis-gala-Gruender-reinhard-maas-und-moderatorin-christiane-bode-dialog-new.jpg 1920w, https://kino-minden.de/wp-content/uploads/2026/05/umweltpreis-gala-Gruender-reinhard-maas-und-moderatorin-christiane-bode-dialog-new-1280x720.jpg 1280w, https://kino-minden.de/wp-content/uploads/2026/05/umweltpreis-gala-Gruender-reinhard-maas-und-moderatorin-christiane-bode-dialog-new-980x551.jpg 980w, https://kino-minden.de/wp-content/uploads/2026/05/umweltpreis-gala-Gruender-reinhard-maas-und-moderatorin-christiane-bode-dialog-new-480x270.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1920px, 100vw" class="wp-image-3556" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Christiane Bode im Gespräch mit dem Gründer und Geschäftsführer Reinhard Maas: Wird es demnächst eventuell auch in Minden eine Filiale des Gütersloher Naturtextilien-Händlers geben?<br /></strong>Foto: © Christian Vogt</p>
<hr />
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Dann der große Moment. Astrid Engel wird wieder auf die Bühne gebeten. Reinhard Maas übergibt die Auszeichnung, symbolisch dargestellt durch einen überdimensionalen Scheck. Applaus. Lange. Astrid Engel mit der Auszeichnung in der Hand, neben ihr Reinhard Maas, Paulina Riebe, Carina Schmaltz. Vier Menschen, die in diesem Augenblick sehr genau wissen, warum sie hier stehen.</p>
<h2>Gespräch mit dem Gründer: Eine Filiale in Minden?</h2>
<p>Christiane Bode kommt hinzu und stellt Reinhard Maas drei, vier Fragen. Mehr nicht, aber sehr genau vorbereitet. Auch die eine Frage, die sich natürlich aufdrängt und die eigentlich die amtliche Wirtschaftsförderung hätte stellen müssen. Die aber ist nicht anwesend, als der Naturtextilien-Filialist nach Minden auf die Bühne kommt. Deshalb stellt der ehrenamtliche Kino-Klub die Frage: Bekommt Mindens Innenstadt demnächst eventuell auch eine Filiale von Maas Natur? Oder vielleicht ein Shop-in-Shop bei Hagemeyer?</p>
<p>Reinhard Maas lächelt und gibt eine ehrliche Einschätzung. Alle Anwesenden verstehen die Antwort. In Mindens Wirtschaftsförderung kennt man sie bis heute nicht. Und auch das ist so charakteristisch für diesen Verein: dass er Gespräche selbst dort beginnt, wo die, deren Aufgabe es eigentlich wäre, nicht mal auf die Idee kommen.</p>
<p>Wie es mit dem Umweltpreis weitergehe – nächstes Jahr wieder? Antwort: ja, vorausgesetzt, die Dinge entwickeln sich wie geplant weiter. Dass der erste Durchgang so eine große Resonanz gefunden hat, ist das beste Argument. Viel Applaus.</p>
<h2>Die Stadt Minden sagt Ja zur Fläche an der Bastau</h2>
<p>Wer mit diplomatischem Protokoll bei Festakten vertraut ist, weiß: Die erste Gratulation gebührt dem höchsten anwesenden Repräsentanten der Stadt. Heute ist das Peter Wansing, Beigeordneter im Vorstand der Stadt Minden und Leiter der Städtischen Betriebe Minden SBM. Herzlich willkommen auf der Bühne.</p>
<p>Wansings Grußwort ist kurz, aber inhaltsvoll. Er spricht über mustergültiges bürgerschaftliches Engagement. Darüber, wie gerade in Zeiten knapper kommunaler Kassen Projekte wie dieses Vorbildcharakter hätten – Engagement, das nicht auf den Staat wartet, sondern selbst anpackt. Und dann der entscheidende Satz, den alle Anwesenden im Saal hören wollen, ohne ihn schon offiziell gehört zu haben: „Die Stadt Minden wird Flächen im Rahmen der Bastau-Renaturierung zur Verfügung stellen für das Projekt <em>Unser kleiner Holly-Wood</em>.&#8220;</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Peter Wansing, Beigeordneter im Vorstand der Stadt Minden und Leiter der Städtischen Betriebe Minden SBM. Er hatte nicht nur Glückwünsche im Gepäck, sondern auch die Nachricht, dass die Stadt an der renaturierten Bastau Flächen für den kleinen Holly-Wood zur Verfügung stellen wird.<br /></strong>Foto: © Christian Vogt</p>
<hr />
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1080" src="https://kino-minden.de/wp-content/uploads/2026/05/umweltpreis-gala-ralf-bicknese-bastau-renaturierung-new.jpg" alt="Projekt-Verantwortlicher Ralf Bicknese erläutert die Bastau-Renaturierung bei der Umweltpreis-Gala zum Maas Natur Umweltpreis 2026" title="umweltpreis-gala-ralf-bicknese-bastau-renaturierung-new" srcset="https://kino-minden.de/wp-content/uploads/2026/05/umweltpreis-gala-ralf-bicknese-bastau-renaturierung-new.jpg 1920w, https://kino-minden.de/wp-content/uploads/2026/05/umweltpreis-gala-ralf-bicknese-bastau-renaturierung-new-1280x720.jpg 1280w, https://kino-minden.de/wp-content/uploads/2026/05/umweltpreis-gala-ralf-bicknese-bastau-renaturierung-new-980x551.jpg 980w, https://kino-minden.de/wp-content/uploads/2026/05/umweltpreis-gala-ralf-bicknese-bastau-renaturierung-new-480x270.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1920px, 100vw" class="wp-image-3564" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Ralf Bicknese, Mitarbeiter der Städtischen Betriebe und Projektverantwortlicher für die Renaturierungsmaßnahme an der Bastau. Anhand von Vorher-/Nachher-Bildern erläuterte er Ziele, Maßnahmen und Ablauf der Flussrenaturierung.<br /></strong>Foto: © Christian Vogt</p>
<hr />
<p>&nbsp;</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wansing übergibt an Ralf Bicknese, den Projektverantwortlichen für die Bastau-Renaturierung bei den Städtischen Betrieben Minden. Bicknese, der das Vorhaben aus jeder Faser kennt, stellt das Renaturierungsprojekt vor. Querschnitt durch ein Vorhaben, das die Stadt Minden seit Jahren bewegt: ein begradigter, eingeengter Fluss, der wieder Raum bekommt. Mäander, Blänken, Lebensraum für Pflanzen und Tiere, die hier seit Jahrzehnten nur noch Gäste waren. Bicknese zeigt Karten, Schnitte, Vorher-Nachher-Bilder. Das Publikum schaut konzentriert. Es ist eine Erinnerung daran, dass „Renaturierung&#8220; kein Buzzword ist, sondern Spatenarbeit, Planung, Geduld.</p>
<p>Und es ist die Bühne, vor der nun der Kino-Wald wachsen soll.</p>
<h2>Ein Video-Grußwort und zwei kurze Filme zum Schluss</h2>
<p>Christiane Bode kommt zurück. Sie kündigt ein Video-Grußwort an und einen Kurzfilm – beides von Susanne Isabel Yacoub, der Berliner Filmemacherin und Landschaftsarchitektin, die im Sommer 2025 bei „Auf.Frauen.Bauen&#8220; hier zu Gast war und damals den zweiten Teil ihres Films „Loop The Landscape&#8220; in Minden uraufführte. Heute schickt sie aus Berlin Gratulationen und Grüße.</p></div>
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				<a href="https://vimeo.com/1197996391?share=copy&#038;fl=sv&#038;fe=ci" target="_blank" rel="noopener"><span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1080" src="https://kino-minden.de/wp-content/uploads/2026/06/susanne-isabel-yacoub-grusswort.jpg" alt="Link zum Video-Grusswort von Susanne Isabel Yacoub aus Berlin" title="susanne-isabel-yacoub-grusswort" srcset="https://kino-minden.de/wp-content/uploads/2026/06/susanne-isabel-yacoub-grusswort.jpg 1920w, https://kino-minden.de/wp-content/uploads/2026/06/susanne-isabel-yacoub-grusswort-1280x720.jpg 1280w, https://kino-minden.de/wp-content/uploads/2026/06/susanne-isabel-yacoub-grusswort-980x551.jpg 980w, https://kino-minden.de/wp-content/uploads/2026/06/susanne-isabel-yacoub-grusswort-480x270.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1920px, 100vw" class="wp-image-3574" /></span></a>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Die Berliner Filmemacherin und Landschaftsarchitektin Susanne Isabel Yacoub war <a href="https://vimeo.com/1197996391?share=copy&amp;fl=sv&amp;fe=ci" target="_blank" rel="noopener">per Video-Grusswort zugeschaltet</a> und gratulierte aus der Hauptstadt zum Maas Natur Umweltpreis 2026.</strong></p>
<hr />
<p>&nbsp;</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Zum Festakt hat Susanne Isabel Yacoub außerdem eine speziell für diesen Anlass gekürzte Fassung ihres aktuellen Films „Flussrevival&#8220; mitgeschickt. Sieben Minuten Bilder von Menschen, die sich ihren Fluss zurückerobert und renaturiert haben. Nicht die Bastau, sondern in diesem Fall die brandenburgische Havel. Bilder von Landschaften, die wieder atmen. Stimmen, die erklären, ohne zu belehren. Es ist genau der richtige Film an diesem Vormittag. Er greift das auf, worüber Ralf Bicknese eben gesprochen hat, und macht es zu Poesie.</p>
<p>Darauf folgt, als kontrastierende Pointe, ein letzter Kurzfilm: „No Snow for Christmas&#8220;, ein US-amerikanischer Animationsfilm von 2016, drei Minuten lang. Tiefschwarzer Humor, fröhliche Untergangsstimmung, Klimawandel als Slapstick. Im Saal wird gelacht. Es ist genau die Sorte Lachen, die man braucht, wenn man am Klima-Abgrund steht.</p>
<h2>Und zum Schluss Geschenke fürs Publikum: Tree-to-go</h2>
<p>Christiane Bode schließt den Festakt ab. Sie weist hin auf die Aktion im Foyer: „Coffee-to-go kennt jeder. Bei uns gibt&#8217;s heute Tree-to-go&#8220;. Im Foyer warten kostenlose Baum-Setzlinge zum Mitnehmen auf alle, die einen Platz wissen. Im Garten, in der Natur, oder, mit einem Lächeln, „gerne auch im Garten des Nachbarn&#8220;.</p>
<p>Außerdem sind alle eingeladen, eine der Plaketten für den Holly-Wood zu beschriften: für welchen Anlass, welchen Film dieser Baum gepflanzt wird – ganz im Geist des Projekts, das hier gerade prämiert worden ist.</p>
<p>„Tschüss, danke fürs Kommen, das war&#8217;s. Bis zum nächsten Mal, wenn es wieder etwas zu feiern gibt im <em>Kleinen Kino am Weingarten</em> – oder einfach nur großes Kino gibt.&#8220;</p>
<h2>Was bleibt – und was zu sagen bleibt</h2>
<p>Im Foyer entsteht das, was nach gelungenen Veranstaltungen entsteht und sich nicht planen lässt: das, was zwischen den Menschen passiert, wenn das offizielle Programm vorbei ist. Häppchen werden gereicht, Getränke ausgeschenkt. Reinhard Maas und Astrid Engel werden in Gespräche verwickelt. Peter Wansing und Ralf Bicknese schütteln Hände. <a href="https://www.instagram.com/reel/DYj1DAKM6wK/" target="_blank" rel="noopener">Und Moderatorin Christiane Bode dreht noch schnell im Treppenhaus ein emotionales Video für Instagram.</a></p>
<p>Draußen ist es immer noch ein ganz normaler Mittwochvormittag im Mai. Aber irgendwo, ein paar hundert Meter entfernt, an einem Fluss, der lernt, wieder ein Fluss zu sein, wird in den nächsten Monaten ein Stück Land warten. Und an diesem Stück Land werden, einer nach dem anderen, junge Bäume in die Erde gesetzt werden. Jeder einzelne mit seiner Plakette. Jeder einzelne mit seinem Datum, seinem Filmtitel, seiner Vorstellung. Ein Wald, der aus Filmen wächst. Ein Kino, das nicht nur zeigt, sondern pflanzt.</p>
<p>Ostwestfalens kleiner Holly-Wood. Es klingt ein bisschen wie ein Witz. Ist aber ernst gemeint. Und ab heute ist es offiziell – mit Urkunde, Preisgeld und einer Fläche an der Bastau.</p>
<p>Das <em>Kleine Kino am Weingarten</em> sagt Danke. An die Initiatoren und Stifter des <em>Maas Natur Umweltpreises 2026</em>. An die Macher und Planer der Städtischen Betriebe Minden. Und an alle, die im Hintergrund still mitgewirkt und Fäden geknüpft haben – bis hin zu einer ganz besonderen Dame, weit, weit entfernt, im Grünflächenamt der Stadt Aachen, ohne die all das hier und heute so nicht möglich gewesen wäre.</p>
<p>Danke.</p>
<hr />
<p><em>Aufgezeichnet von Edgar Wilkening</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><b>Coffee-to-go kennt jeder. Hier gibt&#8217;s Tree-to-go. Die Macher des Events wollten die Idee des Baumpflanzens verlängern und das Publikum zum Mitwirken einladen. Deshalb gab es zum Mitnehmen kostenlos Bäume in Bechern. Ausdrücklich auch zum Auspflanzen in Nachbars Garten geeignet.<br /></b>Foto: © Christian Vogt</p>
<hr />
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						<h2 class="et_pb_module_header"><span>Timeline  "Unser kleiner Hollywood"</span></h2>
						<div class="et_pb_blurb_description"><p>Hier geht&#8217;s zur offiziellen Timeline des Klimaschutz-Projekts <em>Unser kleiner Holly-Wood</em> mit einem Überblick aller wichtigen Stationen und Meilensteine.</p></div>
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		<title>Better Man – ja, ja, toller Film &#8230; Aber wie ging eigentlich die Saalwette aus?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[AdminEddyQuinn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2026 16:08:09 +0000</pubDate>
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					<h1 class="entry-title"><em>Better Man</em> – ja, ja, toller Film &#8230; Aber wie ging eigentlich die Saalwette aus?</h1>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Fans kennen unsere kleine Tradition schon: Immer der zweite Feiertag an Weihnachten und an Ostern – das sind auch im <em>Kleinen Kino am Weingarten</em> ganz besondere Festtage. Dann lassen wir die großen christlichen Feste gemeinsam ausklingen. Mit einem &#8222;Kirchgang&#8220; der etwas anderen Art.</p>
<p>Und &#8222;klingen&#8220; ist auch genau das passende Stichwort. Denn zum Ausklang der Feiertage zeigen wir traditionell große Konzert- und Musikfilme.</p>
<p>Am zweiten Weihnachtstag 2024 war es <em><strong>Paolo Conte alla Scala</strong></em> (was für ein Abend!). Ostermontag 2025 die Keith-Jarrett-Story <em><strong>Köln 75</strong></em> (Wochen vorher ausverkauft). Zweiter Weihnachtstag 2025 der Willy-DeVille-Film <strong><em>Heaven Stood Still</em></strong> (mitreißend). Und jetzt in dieser Reihe: Robbie Williams&#8216; <strong><em>Better Man</em></strong>. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=GX0pSO2isjs" target="_blank" rel="noopener">Schon der Trailer ist ein Erlebnis.</a></p>
<h2>Ja, toller Film. Großartige zwei Stunden Unterhaltung – gar keine Frage!</h2>
<p>Aber was an diesem Abend manche Anwesende noch mehr interessierte: Wie ist denn eigentlich diese Saalwette ausgegangen? Knapp, muss man sagen. Extrem knapp.</p>
<p>Das Kino hatte im Vorfeld des Films gewettet – Leserinnen und Leser unserer <a href="https://kino-minden.de/newsletter" target="_blank" rel="noopener"><em>Kleinen Kino-Post</em></a> wussten es: &#8222;Wetten, liebe Ladys, dass Ihr es <strong><em>nicht</em></strong> schafft, dass drei Viertel (75%) des Publikums Frauen sind. Falls Ihr es schafft: drei Viertel Frauen im Publikum – dann lädt Euch das Kino anschließend zu einem Glas Prosecco ein. (Ja, es gibt auch Wasser oder Schorle oder Bier …)&#8220;</p>
<p>Und das kam so &#8230;</p>
<p>Als wir in unserer Programmgruppe über den Robbie-Williams-Film sprachen, lachte Bettina:</p>
<h2>&#8222;Da wird der Saal voll – und zwar mit 100 % Frauen.&#8220; <span class="fr-emoticon fr-deletable">😃</span></h2>
<p>Da stand sofort die Idee im Raum: Komm, das wollen wir sehen, ob das stimmt! Und so ist unsere Saalwette entstanden.</p>
<p>Christian sagte spontan: Dann verkleide ich mich als Oster-Bunny und mache die Auszählung. So ist das Bild oben entstanden: Unser Osterhäschen als unbestechlicher Unparteiischer wachte an der Tür über jeden einzelnen Besucher – und jede einzelne Besucherin.</p>
<p>Würden die Ladies es schaffen und den Sieg nach Hause bringen? Freundin untergehakt und ab ins Kino?</p>
<p>Am Ende war es ganz knapp. Denn zu den erforderlichen drei Vierteln haben nur ganz, ganz wenige Frauen gefehlt. (Oder es fühlten sich einfach viel zu viele Männer angezogen von einem Saal voller Frauen &#8230;?)</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Von den registrierten 45 Besuchern waren 32 Frauen und 13 Männer. Das macht in Prozent ausgedrückt: 71,2% zu 28,8%. Leider, leider: Wette verloren, liebe Damen &#8230;</p>
<p>Aber als Kino-Macherin Astrid Engel vor dem Start des Films gemeinsam mit Oster-Bunny Christian auf die Bühne kletterte, um das offizielle Ergebnis bekanntzugeben, hatte die stets fröhliche Frau auch gute Nachrichten zu verkünden.</p>
<h2>Denn im <em>Kleinen Kino am Weingarten</em> gibt&#8217;s keine Verlierer</h2>
<p>Statt also eine verlorene Wette mit Prosecco einzulösen, hatte die Kino-Macherin kurzerhand entschieden, dass es zur Feier des Tages nach dem Film Oster-Prosecco für alle aufs Haus gibt.</p>
<p>Was für ein Jux, was für eine tolle Aktion! Vielen Dank an die Initiatoren und das unermüdliche kreative Team des Vereins, das sich immer wieder neue Überraschungen einfallen lässt. So wird Kino zum Ereignis.</p>
<p>Und welchen Musik-Film gibt&#8217;s dieses Jahr am zweiten Weihnachtstag zu sehen? Irgendwelche Tipps? Top, die Wette gilt &#8230;</p>
<hr />
<p><em>Autor: Edgar Wilkening</em></p></div>
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		<title>Wenn der bedeutendste Künstler der Stadt dem Kleinen Kino am Weingarten Danke sagt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[AdminEddyQuinn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jan 2026 16:00:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bonusmaterial]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Bernd Gieseking]]></category>
		<category><![CDATA[Grusswort]]></category>
		<category><![CDATA[Kabarettist]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzfilmnacht]]></category>
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					<h1 class="entry-title">Wenn der bedeutendste Künstler der Stadt dem <em>Kleinen Kino am Weingarten</em> Danke sagt</h1>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Es war die längste Nacht des Jahres. Und damit der kürzeste Tag. In Groß- und Universitätsstädten traditionell der Tag des Kurzfilms. Sozusagen die längste Nacht mit den kürzesten Filmen.</p>
<p>Wenn bei einer solchen Gelegenheit der bedeutendste Künstler der Stadt auf die Bühne klettert und <a href="https://vimeo.com/1154023932?share=copy&amp;fl=sv&amp;fe=ci" target="_blank" rel="noopener">ein Grußwort an die Zuschauer richtet</a>, dann hat das was zu bedeuten.</p>
<p>Zum Beispiel, dass dieser Künstler leidenschaftlicher Film-Fan ist. Und ebenso leidenschaftlicher Kino-Fan. Und dass er glücklich ist, in seiner Heimatstadt einen Ort wie das <em>Kleine Kino am Weingarten</em> zu wissen.</p>
<p>Auf Bernd Gieseking, Kabarettist und Autor, trifft all das zu.</p>
<p>Oder wie es seine in Hannover wohnende Lebensgefährtin an diesem Abend ausdrückte: &#8222;Ich habe das Gefühl, ich muss nach Minden ziehen. Hier laufen die Filme ja alle, die ich sehen will.&#8220;</p></div>
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				<a href="https://vimeo.com/1154023932?share=copy&#038;fl=sv&#038;fe=ci" target="_blank" rel="noopener"><span class="et_pb_image_wrap has-box-shadow-overlay"><div class="box-shadow-overlay"></div><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="540" src="https://kino-minden.de/wp-content/uploads/2026/01/video-link-dankeswort-bernd-gieseking-2025-12-21.jpg" alt="Grusswort Bernd Gieseking im Kleinen Kino am Weingarten 21.12.2025" title="video-link-dankeswort-bernd-gieseking-2025-12-21" srcset="https://kino-minden.de/wp-content/uploads/2026/01/video-link-dankeswort-bernd-gieseking-2025-12-21.jpg 960w, https://kino-minden.de/wp-content/uploads/2026/01/video-link-dankeswort-bernd-gieseking-2025-12-21-480x270.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 960px, 100vw" class="wp-image-2868" /></span></a>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Giesekings Grusswort an diesem Abend, eine Dankesrede ans <em>Kleine Kino am Weingarten</em> und all seine Macher vor und hinter den Kulissen, war ein herzerwärmender Auftakt zur Kurzfilmnacht. Und ganz nebenbei – wie könnte es anders sein – sehr authentisch und komisch. Typisch Gieseking eben.</p>
<p>Ein Kino-Besucher war geistesgegenwärtig genug, die Kamera des Smartphones mitlaufen zu lassen. So sind wir in der Lage, dieses sympathische Zeitdokument vor dem Vergessen zu bewahren: <a href="https://vimeo.com/1154023932?share=copy&amp;fl=sv&amp;fe=ci" target="_blank" rel="noopener">hier im Original-Wortlaut als Video bei vimeo.com.</a></p>
<hr />
<p><em>Autor: Edgar Wilkening</em></p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Wow, war das ein Kino-Fest gestern! Sneak Preview, volles Haus und ein Grußwort des neuen Beigeordneten</title>
		<link>https://kino-minden.de/wow-war-das-ein-fest-gestern-sneak-preview-volles-haus-und-grusswort-des-neuen-beigeordneten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[AdminEddyQuinn]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Nov 2025 11:18:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bonusmaterial]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir haben ja schon viele unvergessliche Abende im Kleinen Kino am Weingarten erlebt. Aber das gestern, die Sneak Preview von "How To Make a Killing", hat alles nochmal getoppt!]]></description>
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					<h1 class="entry-title"><font color="7c1216">Wow, war das ein Kino-Fest gestern!</font color> <em>Sneak Preview,</em> volles Haus und ein Grußwort des neuen Beigeordneten</h1>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wir haben ja schon viele unvergessliche Abende im <em>Kleinen Kino am Weingarten</em> erlebt: <strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=BH6k4eTSUCc" target="_blank" rel="noopener"><em>Paolo Conte alla Scala</em></a> </strong>am 2. Weihnachtstag, <strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=ZUQBcqA506E" target="_blank" rel="noopener"><em>Die leisen und die großen Töne</em></a></strong> mit dem Posaunenchor der Gemeinde St. Petri, <strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=x0jbPN4QRVY" target="_blank" rel="noopener"><em>Köln 75</em></a></strong> über das legendäre Keith-Jarrett-Köln-Concert am Ostermontag diesen Jahres – um mal nur einige zu nennen.</p>
<p>Aber das gestern hat alles nochmal getoppt!</p>
<p>Wir wissen ja, dass wir des öfteren ganz schön schwere Kost servieren. Ich sage nur <strong><em><a href="https://youtu.be/dDQz25mHW5c?si=KHWBVgp6aTbCChdv" target="_blank" rel="noopener">Green Border</a>,</em> <a href="https://www.youtube.com/watch?v=G2tY5BPdj6o" target="_blank" rel="noopener"><em>Führer und Verführer</em></a></strong> oder auch <strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=Sptm2XTqjDY" target="_blank" rel="noopener"><em>The Zone of Interest</em></a></strong>. Alles harter Tobak.</p>
<p>Um so schöner war es, gestern so viel Heiterkeit in der Luft zu spüren, so viel Lachen. Es war aber auch wirklich ein irrwitzig komischer Film: <strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=0tnAtzFtgZ0" target="_blank" rel="noopener"><em>How To Make a Killing</em></a></strong> vom französischen Regisseur Franck Dubosc. Wahrscheinlich die schwärzeste Komödie des Jahres. Wer den Trailer noch nicht gesehen hat: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=0tnAtzFtgZ0" target="_blank" rel="noopener">hier jetzt bitte unbedingt nachholen.</a></p>
<h3>Also: grandioser, witziger Film. Aber das war es nicht allein &#8230;</h3>
<p>Das war es nicht allein, was den gestrigen Abend so besonders gemacht hat. Sondern: Der Film läuft überhaupt erst seit heute, Donnerstag, 6. November 2025 ganz offiziell bundesweit in den Kinos – also in Hamburg, Berlin, München und so weiter.</p>
<p>Das gestern bei uns war eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sneak_Preview" target="_blank" rel="noopener"><em>Sneak Preview</em></a>. Wir durften den Film in Minden schon <em><span style="text-decoration: underline;">vor</span></em> dem bundesweiten Start zeigen – ein Event exklusiv für Freundinnen und Freunde des <em>Kleinen Kino am Weingarten</em>. Großartig! Das ist echt etwas Besonderes. Aber es kommt ja noch besser.</p>
<p>Niemand in der Stadt wusste davon, dass diese <em>Sneak Preview</em> überhaupt stattfindet – niemand außer den Lesern <a href="https://kino-minden.de/newsletter/" target="_blank" rel="noopener">unserer kleinen Kino-Post (die man hier abonnieren kann).</a></p>
<h3>Keine Flyer, keine Plakate, kein einziges Wort darüber in der Zeitung – nirgends</h3>
<p>Da könnte man meinen: Es dürfte gähnende Leere im Kino geherrscht haben. Das glatte Gegenteil war der Fall: Wir waren quasi auf den letzten Platz ausverkauft. Es war rappelvoll. Ausschließlich mit Lesern unserer kleinen Kino-Post.</p>
<p>Und jetzt verrate ich mal ein kleines Geheimnis aus dem Maschinenraum unseres Kinos. Nämlich: wie <em><span style="text-decoration: underline;">schnell</span></em> wir ausverkauft waren. In etwas mehr als 48 Stunden waren unsere 80 Tickets, die wir für jeden Film in den Vorverkauf geben, weg. Ratzekahl ausverkauft. Holla! Die Leser unserer Kino-Post sind echt superschnelle Cineasten.</p>
<p>Wir haben daraufhin nochmal zehn weitere Tickets im Vorverkauf freigeschaltet – in Summe dann also neunzig von unseren insgesamt gerade mal 99 Plätzen. Die zehn Tickets waren – wie nicht anders zu erwarten – ebenfalls in kürzester Zeit weg.</p>
<p>Also: volles Haus. Wir freuen uns riesig darüber. Und, ja: Auch das macht einen Abend wie den gestrigen so besonders.</p>
<h3>Aber dann gab&#8217;s ja noch das i-Tüpfelchen oben drauf: hoher Besuch</h3>
<p>Der frisch ins Amt gewählte Beigeordnete für Bildung, Sport, Kultur und Freizeit der Stadt Minden, Herr Rainer Printz, hatte sich Zeit genommen, das <em>Kleine Kino am Weingarten</em> zu besuchen. Dem anwesenden Publikum hatte er ganz persönliche Grußworte mitgebracht und es herrschte magische Stille im Saal, als er vor dem Hauptfilm sprach. Ja, auch so etwas hat den gestrigen Abend ganz besonders gemacht.</p>
<p>Alles in allem ein rundum gelungenes Event: 1. eine rabenschwarze Komödie, 2. eine Sneak Preview vorm bundesweiten Start, 3. ein restlos ausverkauftes Haus und 4. ein Grußwort des neuen Beigeordneten. Als wir am Ende des Abends die Kinotüren zuschlossen, waren wir alle, die im Hintergrund gearbeitet haben, sehr, sehr glücklich und zufrieden mit dem, was da in ehrenamtlicher Arbeit gelungen war.</p>
<p>Und weil &#8222;How To Make a Killing&#8220; so großartig beim Publikum ankam, kann ich verraten:</p>
<h3>Wegen des großen Erfolgs, läuft der Film bei uns demnächst nochmal</h3>
<p>Voraussichtlich im Dezember&#8230; Wer als erster informiert sein will, wenn&#8217;s soweit ist, dem sei empfohlen:<a href="https://kino-minden.de/newsletter/" target="_blank" rel="noopener"> die kleine Kino-Post lesen.</a></p>
<p>Auf keinem anderen Kanal gibt es schnellere, zuverlässigere und exklusivere Infos zu allem, was bei uns im Kino passiert. Die beste Quelle, um auch über weitere Highlights in der Zukunft auf dem Laufenden zu sein.</p>
<p>Dann bis demnächst im <em>Kleinen Kino am Weingarten.</em></p>
<hr />
<p><em>Autor: Edgar Wilkening</em></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_6 et_pb_divider_position_center et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div>
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		<item>
		<title>9. Mai: Frühlingsfest am Weingarten – und das Kleine Kino mittendrin</title>
		<link>https://kino-minden.de/9-mai-fruehlingsfest-am-weingarten-und-das-kleine-kino-mittendrin/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[AdminEddyQuinn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Apr 2025 10:55:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bonusmaterial]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<h1 class="entry-title">9. Mai: Frühlingsfest am Weingarten – und das Kleine Kino mittendrin</h1>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Der Frühling ist da – und mit ihm jede Menge Anlässe zum Fröhlichsein und Feiern. Da geht das Weingarten-Quartier gerne vorweg und lädt ein zum Frühlingsfest am Freitag, den 9. Mai 2025.</p>
<p>Volkshochschule und Stadtbibliothek öffnen ab 15:00 Uhr ihre Tore und bieten einen Blick hinter die Kulissen. Außerdem der Jazzclub und die Juxbude. Auch die Rebenkompanie schließt die Türen zum historischen Rebenkeller auf.</p>
<p>Da mag auch der jüngste Neuzugang im Weingarten-Quartier, das <em>Kleine Kino am Weingarten</em>, nicht zurückstehen und bereitet etwas Besonderes vor. Sogar einen kleinen Einladungs-Trailer extra zum Feste haben wir erstellt: Häschen, Marsch!</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Um 16:00 Uhr und dann um 17:30 Uhr ein zweites Mal laden wir alle Freunde, Fans und Interessierten in die schattigen Räume des Kleinen Kinos.</p>
<p>Dort wird es eine kleine Show geben, die Einblicke in die Arbeit und Pläne unseres klitzekleinen Kino-Klubs gewährt. Und einen Ausblick gibt auf das bevorstehende Programm in Sommer, Herbst und Winter. Nur so viel sei hier schon mal verraten: Es wird bunt, es wird digital und es wird international im kleinen, beschaulichen Minden.</p>
<p>Was es sonst noch alles zu erleben gibt beim Frühlingsfest am Weingarten, gab es über einen (zwischenzeitlich offline gestellten) Link zu sehen.</p>
<hr />
<p><em>Autor: Edgar Wilkening</em></p></div>
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		<title>Der Albtraum aller Filmvorführer: Die Technik k*ckt ab Oder: Was soll schon sonderlich schwierig sein am Kino-Machen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[AdminEddyQuinn]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Apr 2025 12:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bonusmaterial]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
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					<h1 class="entry-title"><b><font color="7c1216">Der Albtraum aller Filmvorführer: Die Technik k*ckt ab </b></font color></br><em>Oder:</em> Was soll schon sonderlich schwierig sein am Kino-Machen?</h1>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Was soll schon besonders schwierig sein am Kino-Machen? DVD rein, Start drücken – Kino!</p>
<p>So oder so ähnlich stellt sich der unbedarfte Zeitgenosse das Kinoleben vielleicht vor. Dass die Wahrheit anders aussieht, haben die Besucher des <em>Kleinen Kino am Weingarten</em> am gestrigen Donnerstag erlebt. Die lang erwartete Spätnachmittags-Vorstellung des vielgelobten Biopic &#8222;Niki de Saint Phalle&#8220; fiel aus.</p>
<p>Nun war es keineswegs unsere erste Film-Vorstellung, die ausfiel. Schon im September 2024 war uns das passiert. Damals mit der Neuverfilmung von Erich Kästners &#8222;Das fliegende Klassenzimmer&#8220;. Der Grund schlicht und ergreifend: Es war am frühen Sonntagmorgen um 10:30 Uhr kein einziger Besucher zum Kinder-Kino erschienen. Niemand. Nada. Null.</p>
<p>Das war gestern ganz und gar anders. Gut fünfzig Menschen lümmelten sich erwartungsfroh in die Kinosessel und harrten der Geschichte, die gleich folgen sollte.</p>
<p>Doch statt der französischen Künstlerin Niki de Saint Phalle trat kurz nach 17:30 Uhr die Initiatorin und Vereinsvorsitzende des <em>Kleinen Kino,</em> Astrid Engel in Erscheinung. Mit schlechten Nachrichten. Die Technik war abgeka &#8230; Entschuldigung: Die Technik streikte.</p>
<h3>Statt Niki de Saint Phalle erschien Vereinsvorsitzende Astrid Engel im Rampenlicht</h3>
<p>Derweil schwitzte der Autor dieser Zeilen, im Ehrenamt Filmvorführer h.c. des <em>Kleinen Kino am Weingarten</em>, Blut und Wasser in seinem Regie-Räumchen hinterm Kinosaal, wo er seit über einer Stunde versuchte zum Laufen zu bringen, was bis dahin noch jedesmal irgendwie zum Laufen gebracht worden war: die Technik, die Kino zum Leben erweckt.</p>
<p>Doch diesmal: keine Chance. Es wollte einfach kein Bild auf der Leinwand erscheinen. Und ohne Bild: leider kein Kino. Isso.</p>
<p>Dabei war der Ablauf seit Monaten erprobt und bewährt: Auf der Festplatte lagern die Filmdaten. Über den Adapter strömen sie ins MacBook, wo sie zum flüssig laufenden Film aufbereitet werden. Von dort geht&#8217;s für die Bilder zurück zum Adapter und in den HDMI-Ausgang. Der leitet die Daten per Kabel weiter zum Konverter, der das HDMI-Signal so aufbereitet, dass es per Datenkabel die Strecke zum Projektor millisekundengenau schafft. Und zwar so, dass es synchron läuft mit dem Tonsignal, das sich derweil aus der Audio-Buchse des MacBook schlängelt, über eine 3,5-Zoll-Klinke Richtung Mischpult läuft, wo es per XLR reingeht, zur Mischung kommt und dann weiter düst in die PA, die das Signal so aufpumpt, dass es – ebenfalls millisekundengenau – die Strecke zu den Audioboxen an der Bühne schafft. Das Ergebnis von allem: Kino.</p>
<p>Ein eingespieltes Team, ein eingespielter Ablauf. &#8222;Never change a winning team&#8220;, heißt es. Aber an diesem Spätnachmittag war einer der Teamplayer offenbar unpässlich. Und Filmvorführer Edgar Wilkening rätselte nicht nur seit über einer Stunde, welcher Mitwirkende es war und warum – sondern rätselt noch immer, bis zum heutigen Tag.</p>
<p>Denn: Ja – natürlich hatte er alle Geräte zwischendrin mehrfach neugestartet, neu verkabelt, neu initialisiert, neu aufgesetzt &#8230; Danke an alle für den megacoolen Insider-Tipp!</p>
<p>Als sich zehn Minuten nach angekündigtem Filmstart noch immer kein Lebenszeichen auf der Leinwand rührte, musste eine Entscheidung her. Und die lautete: Abbruch.</p>
<h3>Zehn Minuten nach angekündigtem Film-Start musste eine Entscheidung her</h3>
<p>Denn das ist das Schwierige an Kino, nein, <em>eine</em> der schwierigen Sachen an Kino – wie bei jeder Form von Live-Event: Das Publikum ist extra angereist, die Zuschauer sind bereit, die Show kann beginnen – und genau in diesem Moment müssen alle Gewerke und Geräte, alle Mitwirkenden vor und hinter der Bühne, ganz gleich, ob Mensch oder Technik, auf den Punkt hundertprozentig einsatzbereit sein, ihre Aufgabe im Griff haben und ihren Job perfekt abspulen.</p>
<p>Weil Technik und Menschen immer mal ausfallen können, arbeitet man in hochprofessionellen, erst recht in sicherheitskritischen Bereichen mit Redundanzen, teils mehrfach: zweifach, dreifach, vierfach &#8230;</p>
<p>Ein zweiter Beamer, eine zweite PA, ein zweiter Rechner, ein zweites Mischpult, ein zweites Kabelset, ein zweiter Adapter, ein zweiter Konverter, ein zweiter Filmvorführer &#8230;</p>
<p>Wenn das ganze Zweit-Geraffel nicht zum Einsatz kommt, weil alles fluppt wie gewohnt: unnötiger Ballast, Kostentreiber und Ressourcenverbrauch. Aber wenn ein oder mehrere Elemente ausfallen – oder sogar die gesamte Strecke?</p>
<p>Wenigstens nahmen es die meisten Besucher gestern mit Fassung und Humor. Die größte Sorge in diesem Moment galt weniger der Frage &#8222;Kriegen wir unser Eintrittsgeld zurück?&#8220;, sondern vielmehr: &#8222;Wird es einen Wiederholungstermin geben, damit wir Niki de Saint Phalle noch sehen?&#8220;</p>
<p>Vielen Dank für so viel Milde und Verständnis an alle Besucher, die gestern vergebens ins Kino gekommen waren!</p>
<h3>Am Sonntag, 4. Mai bekommen Niki de Saint Phalle und der Filmvorführer ihre zweite Chance</h3>
<p>Zumal die Antwort auf beide Fragen ganz eindeutig &#8222;Ja&#8220; lautet. Alle Besucher bekamen ihr Eintrittsgeld zurück. Und das Team des kleinen Kino-Klubs hat entschieden: Niki de Saint Phalle und ihr Filmvorführer bekommen eine zweite Chance.</p>
<p>Am Sonntag, den 4. Mai um 18:00 Uhr startet der nächste Versuch, den Film auf die Leinwand zu bringen.</p>
<p><strong><a href="https://www.eventbrite.de/e/niki-de-saint-phalle-tickets-1323503768399?aff=oddtdtcreator" target="_blank" rel="noopener">Der Ticket-Vorverkauf ist eröffnet.</a> </strong>Jetzt bitte Daumen drücken, dass am 4. Mai alles klappt und Niki auch tatsächlich auf der Bühne erscheint. Wir tun unser Bestes.</p>
<p>Immerhin: Zur 20:00-Uhr-Vorstellung gestern von &#8222;The Room Next Door&#8220; lief alles wieder tippitoppi. Warum? Ratlose Gesichter. Achselzucken. Wir wissen es nicht.</p>
<hr />
<p><em>Autor: Edgar Wilkening (im Ehrenamt Filmvorführer h.c. des Kleinen Kinos am Weingarten)</em></p></div>
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		<title>Bernd Gieseking würdigt Regie-Brüder Aki und Mika Kaurismäki anlässlich der Vorstellung von &#8222;Master Cheng in Pohjanjoki&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[AdminEddyQuinn]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Feb 2025 18:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bonusmaterial]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Kaum jemand kennt die finnische Seele besser als der Mindener Autor und Kabarettist Bernd Gieseking. Exklusiv für unsere Vorstellung von "Master-Cheng in Pohjanjoki" hat Gieseking ein Video-Grußwort ins Kleine Kino am Weingarten geschickt.]]></description>
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					<h1 class="entry-title">Bernd Gieseking würdigt Regie-Brüder Aki und Mika Kaurismäki anlässlich der Vorstellung von &#8222;Master Cheng in Pohjanjoki&#8220;</h1>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Kaum jemand kennt die finnische Seele besser als der Mindener <strong><a href="https://bernd-gieseking.de" target="_blank" rel="noopener">Autor und Kabarettist Bernd Gieseking.</a></strong> Mit seinen Büchern &#8222;Finne dich selbst&#8220; und &#8222;Finne dein Glück&#8220; ist er zum ultimativen Finnland-Experten avanciert.</p>
<p>Exklusiv für unsere Vorstellung von &#8222;Master-Cheng in Pohjanjoki&#8220; am 13. Februar 2025 hat Gieseking ein Video-Grußwort ins Kleine Kino am Weingarten geschickt.</p>
<p>Eine Würdigung der beiden Regie-Brüder Aki Kaurismäki (dessen Film &#8222;Fallende Blätter&#8220; am 14. April 2024 offizieller Eröffnungsfilm des &#8222;Kleinen Kinos am Weingarten&#8220; war) und Mika Kaurismäki, der die Geschichte vom chinesischen Meisterkoch in der finnischen Fremde verfilmte.</p>
<h3>&#8222;Man erfährt ganz viel über die finnische Seele&#8220;, schwärmt Finnland-Kenner Gieseking</h3>
<p>&#8222;Das ist witzig, das ist lustig, das ist rührend. Das ist ein ganz zauberhafter Film&#8220;, begeistert sich Gieseking im Video.</p>
<p>Nur mit dem Namen unseres Kinos tut sich der Finnland-Experte noch ein bisschen schwer: Nein, wir sind nicht das &#8222;Kleine Kino am Weinberg&#8220; – auch wenn wir uns manches Mal so fühlen. 😉 Ansehen!</p>
<p>Übrigens: Leser <a href="https://kino-minden.de/newsletter/"><strong>unserer kleinen Kino-Post</strong></a> konnten den Video-Gruß schon deutlich vorab sehen. Eines der regelmäßigen Goodies, die mit dem <a href="https://kino-minden.de/newsletter/"><strong>Abonnement unseres Newsletters</strong></a> verbunden sind.</p></div>
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				<div class="et_pb_video_box"><iframe loading="lazy" title="Bernd Gieseking über Aki und Mika Kaurismäki" width="1080" height="608" src="https://www.youtube.com/embed/umJB4qQgFcg?feature=oembed"  allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
				
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