Unser cinefantastisches Kino-Programm für 2026
(das laufend ergänzt wird)

 

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Freitag,
6. Februar 2026
19:00 Uhr
Pinball Hall im Foyer ab 17:00 Uhr

Event-Highlight

Pinball-Night zum Ausflippern: Nichts für Leute, die eine ruhige Kugel schieben wollen

In Zusammenarbeit mit Pinball Multiballs Club Minden: Live-Flippern im Foyer | Film „Pinball – The Man Who Saved The Game“ | Impulsvortrag von Steven Stockey

Solch ein Event gab’s noch nie im Kleinen Kino am Weingarten: Es wird laut, es wird wild – eine Zeitreise in die 70er! Ein Abend zum Ausflippern.

Die wahre Geschichte von Roger Sharpe, der in den 1970ern in New York dafür kämpfte, Pinball von seinem Glücksspiel-Image zu befreien – und damit das Spiel rettete. Ein Film über Mut, Leidenschaft und den Glauben an das, was man liebt.

Der Film Pinball – The Man Who Saved the Game nimmt uns mit in die kultigen Siebziger, zu einer kuriosen Fußnote der Kulturgeschichte, die zu einer Story mit furiosem Finale führt.

Roger Sharpe, ein unruhiger Schreiber mit Faible für Flipper-Maschinen, entdeckt in den 1970er-Jahren ein Gesetz, das genau dieses Flipper-Spielen in New York verbietet. Begründung: Flippern sei illegales Glücksspiel.

Was zunächst wie ein Nerd-Narrativ beginnt, entwickelt sich zu einer überraschend reflektierten Untersuchung von Gesetz, Leidenschaft und dem, was Gesellschaft für „Legende“ hält.

Am 2. April 1976 machte Roger Sharpe den legendären „Called Shot“, der die Mitglieder des Stadtrats von New York davon überzeugte, dass Flipper ein Geschicklichkeitsspiel ist, und der in der Folge zur Aufhebung des Flipperverbots in ganz Nordamerika führt.

Regie und Drehbuch stammen von den Bragg-Geschwistern Austin und Meredith Bragg. Sie erzählen Sharpe’s Weg, der weit über einen Rechtsstreit hinausgeht: Es ist die Reise eines Menschen, der entdeckt, dass seine Obsession – ein Spiel, das für viele nur ein Folklore-Relikt ist – ein Vehikel für Gemeinschaft, Identität und Veränderung sein kann.

Der Film verwebt historische Rekonstruktion mit einer leichten, doch präzisen Erzählweise, die weder in Pose noch in Nostalgie verharrt. Mike Faist verkörpert Sharpe mit einer Mischung aus verletzlicher Neugier und routinierter Coolness, während Crystal Reed als Ellen, eine Künstlerin und alleinerziehende Mutter, dem erzählerischen Herz des Films emotionales Gewicht verleiht.

Pinball – The Man Who Saved The Game feiert nicht nur das Flipperspiel, sondern fragt, was es braucht, um einen kulturellen Schatz zu retten – und wie sehr unser Leben selbst ein einziges Pinball-Manöver sein kann.

USA, 2022, FSK: ohne (deshalb ab 18), Laufzeit: ca. 95 Minuten, Original mit deutschen Untertiteln
Regie: Austin Bragg & Meredith Bragg, Darsteller: Mike Faist, Crystal Reed, Dennis Boutsikaris, Christopher Convery u. a.
Auszeichnungen: Publikumspreis „Best Narrative Film“ beim Three Rivers Film Festival; Overall Audience Choice & Directorial Debut Award beim Heartland International Film Festival; Best Narrative Feature beim Savannah College of Art and Design Savannah Film Festival

Freitag, 6. Februar 2026, 19:00 Uhr (Pinball-Hall im Foyer offen ab 17:00 Uhr)
Tickets: 8 Euro (ermäßigt: 5 Euro)


Rahmenprogramm: Ab 17:00 Uhr Pinball Hall im Foyer. Vier, fünf Flippergeräte zur kostenlosen Nutzung vor Ort (Spenden willkommen): u.a. ein Bally „Old Chicago“ aus dem Jahr 1976 und ein aktueller „King Kong LE“ aus dem Jahr 2025 von Stern Pinball. Mitglieder des Pinball Multiballs Club Minden als Gesprächspartner anwesend. Vor dem Film: Impulsvortrag von Steven Stockey zum Thema Pinball-Gaming. (Kein Flippern während der Film-Vorführung. Flipper-Nutzung nur mit gültigem Kino-Ticket.)

Unser kleiner Kino-Tipp

„Mitreißende Drama-Komödie, exklusive Flippergeräte zum Selber-Spielen und dazu jede Menge Infos – eine Zeitreise in die 70er! Wir wetten: Es wird rappelvoll an diesem Abend. Schnell sein bei den Tickets!“

… und ab hier das Archiv für unser Kinojahr 2026

Donnerstag,
8. Januar 2026
17:30 Uhr

Kunst-Doku

Manche mögen’s falsch

Originale am Fließband – ein Film über die Illusion von Kunst

Dafen, ein Stadtteil von Shenzhen, gilt als Welthauptstadt der Gemäldekopie. Hier entstehen jeden Tag tausendfach Van Goghs, Monets und Picassos – gemalt von hochqualifizierten Kunsthandwerker:innen, die den Kunstmarkt am Laufen halten und zugleich untergraben.

„Manche mögen’s falsch“ geht mitten hinein in dieses Paradox. Der Film beobachtet Maler:innen, Händler, Zwischenhändler – Menschen, deren Lebensunterhalt davon abhängt, dass Originalität simuliert wird.

Statt moralischer Empörung setzt der Film auf Präzision. Er fragt, was ein Original heute noch wert ist, wenn Perfektion reproduzierbar wird. Und er zeigt, wie globaler Kunsthandel, westliche Sehnsüchte und chinesische Arbeitsrealitäten ineinandergreifen.

Besonders stark ist der Film dort, wo er die Grenze zwischen Kunst und Handwerk, Kreativität und Akkordarbeit verschwimmen lässt. Dafen erscheint nicht als exotische Kuriosität, sondern als Spiegel einer globalisierten Kulturindustrie, in der Authentizität zur Marke geworden ist.

Ein Film für ein Publikum, das sich nicht mit schnellen Urteilen zufriedengibt. Klug montiert, ruhig beobachtend, mit feinem Gespür für Zwischentöne. „Manche mögen’s falsch“ ist weniger Enthüllung als Einladung zum genauen Hinsehen – und zum Zweifel an liebgewonnenen Gewissheiten über Kunst, Wert und Wahrheit.

Deutschland / China (Ko-Produktion), LZ ca. 94 Minuten, FSK: ohne Altersbeschränkung (ab 0), Regie: Stanisław Mucha, Drehbuch/Konzept: Stanisław Mucha, Michael Mucha

Donnerstag, 8. Januar 2026, 17:30 Uhr
Tickets: 8 Euro (ermäßigt: 5 Euro)


Rahmenprogramm: Offener Film-Talk im Foyer

Unser kleiner Kino-Tipp

„Manche mögen’s falsch blickt dorthin, wo das Genie zur Seriennummer wird. Ein Muss für Freund:innen der Bildenden Kunst und alle, die sich fragen, wie viele Mona Lisas es wohl geben mag.“

Donnerstag,
8. Januar 2026
20:00 Uhr

BioPic-Drama

Maria Reiche – Das Geheimnis der Nazca-Linien

Nicht nur Linien, sondern eine Frau, die die Welt herausfordert

Maria Reiche – Das Geheimnis der Nazca-Linien erzählt die Geschichte einer Frau, die sich weigert, klein gemacht zu werden. In den 1930er-Jahren verlässt die deutsche Mathematikerin Maria Reiche Europa und findet sich in der peruanischen Wüste wieder – an einem Ort, den niemand ernst nimmt und der doch alles verändert.

Zwischen Staub, Einsamkeit und Skepsis entdeckt sie die monumentalen Nazca-Linien und erkennt: Diese Zeichen sind kein Zufall, sondern ein hochkomplexes System.

Der Film rückt Maria Reiche konsequent ins Zentrum – nicht als exzentrische Forscherin, sondern als radikal eigenständige Frau. Eine, die sich gegen männliche Autoritäten, koloniale Blickregime und institutionelle Ignoranz behauptet. Ihre wissenschaftliche Arbeit ist untrennbar mit persönlichem Einsatz verbunden: Reiche opfert Sicherheit, Gesundheit und Anerkennung, um etwas zu bewahren, das größer ist als sie selbst.

Regisseur Damien Dorsaz inszeniert diese Lebensgeschichte ruhig, konzentriert und mit großer Nähe zur Hauptfigur. Die Wüste wird zum Resonanzraum einer weiblichen Beharrlichkeit, die sich nicht erklären will, sondern handelt. Kein Heldenkino, kein Mythos – sondern ein präzises Porträt über Wissen, Ausdauer und Selbstermächtigung.

Ein Film für ein Publikum, das Kino als Denkraum begreift. Und für alle, die wissen wollen, warum wissenschaftliche Neugier manchmal Mut verlangt – und warum Fortschritt oft eine weibliche Geschichte hat.

Deutschland / Frankreich / Schweiz, 2025 FSK: ab 6, LZ: ca. 99 Minuten, Regie: Damien Dorsaz
Darsteller: Devrim Lingnau (Maria Reiche), Guillaume Gallienne (Paul D’Harcourt), Olivia Ross (Amy) u. a.

Donnerstag, 8. Januar 2026, 20:00 Uhr
Tickets: 8 Euro (ermäßigt: 5 Euro)


Rahmenprogramm: Offener Film-Talk im Foyer

Unser kleiner Kino-Tipp

„Ein Film über Erkenntnis als Akt des Widerstands. Female Empowerment vom Anfang des 20. Jahrhunderts für junge Frauen von heute.“

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Freitag,
9. Januar 2026
19:00 Uhr

Nur noch wenige Tickets

Nur noch wenige Tickets im Vorverkauf verfügbar. Minimales Restkontingent an der Abendkasse.

Event

SPECIAL: Kurt-Tucholsky-Soirée zum Geburtstag des berühmten Autors

Einen Abend lang feiern die Kurt Tucholsky-Gesellschaft e.V. und das Kleine Kino am Weingarten einen Autor, der bis heute hell brennt: Kurt Tucholsky. An seinem Geburtstag laden wir zu einer heiteren Soirée ein, die den Witz und die Menschlichkeit des Autors lebendig erleben lässt.

„Satire darf alles.“ Dieser Satz aus Die Weltbühne ist bis heute ein Auftrag: hinsehen, einmischen, unbequem bleiben. Denn Tucholsky wusste: „Nichts ist schwerer, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden.“ Umso mehr feiern wir den legendären Autor – und die Freude am Denken, Lachen, Streiten.

Tucholsky als Rotwein-Liebhaber, Tucholsky als Mensch der Leidenschaft und Liebe – den Frauen ebenso zugewandt wie dem messerscharf-analytischen Wort. Die Kurt Tucholsky-Gesellschaft e.V. hat ein Abendprogramm entwickelt, das sich voller Respekt und Anerkennung vor dem Mensch und Autor Tucholsky verneigt und ihn zugleich als brillanten Erzähler leichtfüßiger Unterhaltung präsentiert.

Freitag, 9. Januar 2026, 19:00 Uhr
Tickets: 8 Euro (ermäßigt: 5 Euro)


Rahmenprogramm: Offener Talk im Foyer durch die Kurt Tucholsky-Gesellschaft e.V.

Unser kleiner Kino-Tipp

„Warum feiert die bundesweite Kurt Tucholsky-Gesellschaft e.V. den Geburtstag des berühmten Berliners ausgerechnet in Minden? Weil der Verein hier seinen Sitz hat. Tolle Chance für Mindener, an den Feierlichkeiten teilzuhaben. Achtung: sehr begrenztes Karten-Kontingent!“

Sonntag,
11. Januar 2026
17:30 Uhr

Fantasy / Mystery

Willkommen um zu bleiben

Ein Hotel, das dich nicht gehen lässt – und ein Magier, der zur Spitze des Irrsinns wird

Willkommen um zu bleiben ist mehr als ein Film über ein seltsames Hotel – es ist ein existenzieller Trip durch die Absurditäten unserer Zeit. Der reisende Magier Mr. K (Crispin Glover) sucht nur eine einfache Übernachtung; was er findet, ist ein Ort ohne Ausgang, bevölkert von skurrilen Bewohner:innen und bizarren Ereignissen, die jede Logik hinterfragen.

Was als mysteriöse Tragikomödie beginnt, entwickelt sich zu einem kafkaesken Drama über Freiheit, Identität und das entfremdete Subjekt im Lauf der Moderne.

Regisseurin Tallulah Hazekamp Schwab lässt das Hotel selbst zur Metapher werden: ein architektonisches Denkmal der Endlosschleife, in dem Gänge, Türen und Treppen nicht nur physische, sondern psychologische Grenzen markieren.

Mr. K begegnet einer eigenwilligen Gemeinde von Gästen – vom ewig wartenden Küchenhelfer bis zur Blaskapelle, die aus den Wänden marschiert – und wird zunehmend zur Schlüsselfigur eines unergründlichen Machtgefüges.

Im Zentrum steht Crispin Glover, dessen Präsenz zwischen Alter, Weisheit und unberechenbarer Exzentrik pendelt – ein Magnet für die grotesken und stillen Momente dieses Films.

Statt konventioneller Auflösung serviert Willkommen um zu bleiben ein surreales Puzzle, das lange nachhallt. Ein Werk für ein Publikum, das damit klarkommt, wenn Kino Fragen stellt statt leichtfertiger Antworten.

2024, Niederlande, Norwegen, Belgien. FSK: ab 12 Jahren, Laufzeit: ca. 94 Minuten
Regie/Drehbuch: Tallulah Hazekamp Schwab, Darsteller:innen: Crispin Glover, Sunnyi Melles, Fionnula Flanagan, Jan Gunnar Røise, Bjørn Sundquist, Dearbhla Molloy
Auszeichnungen: Plattform-Award-Nominierung bei den Toronto International Film Festival, Bester Film beim Imagine Film Festival (NL)

Sonntag, 11. Januar 2026, 17:30 Uhr
Tickets: 8 Euro (ermäßigt: 5 Euro)


Rahmenprogramm: Offener Film-Talk im Foyer

Unser kleiner Kino-Tipp

„Surreales Kino-Labyrinth, in dem Realität, Traum und Gesellschaftssatire verschmelzen. Tiefsinnige Analogie: Das Hotel als Metapher für Planet Erde, der Protagonist (die Menschheit) kommt als Besucher und wirft andere aus dem Zimmer (Artensterben). Was folgt daraus?“

Sonntag,
11. Januar 2026
20:00 Uhr

Nur noch wenige Tickets

Nur noch wenige Tickets im Vorverkauf. Falls bei Eventbrite keine Tickets mehr buchbar sind, ist der Film ausverkauft. Dann nur noch Rest-Kontingent an der Abendkasse für die frühesten Besucher.

Drama

Dann passiert das Leben

Zweisamkeit im Sog des Lebens: ein Ehepaar sucht sich neu. Anke Engelke und Ulrich Tukur in Bestform

Dann passiert das Leben ist kein lauter Film, sondern einer, der dich in die leisen Risse eines langen Zusammenlebens zieht. Was passiert, wenn Alltag, Routine und festgefahrene Gewohnheiten plötzlich nicht mehr ausreichen? Wie finde ich mich selbst neu, wenn das Leben, das ich kannte, zu entgleiten droht? Neele Leana Vollmar beantwortet diese Fragen mit großer Sensibilität und dem Blick für das Unausgesprochene.

Hans und Rita sind nach über 35 Jahren Ehe keine Figuren aus einem romantischen Drama, sondern aus dem echten Leben. Rita (Anke Engelke) hat sich an klare Rituale geklammert, der Sohn ist ausgezogen, Hans (Ulrich Tukur) steht kurz vor der Pensionierung – und mit ihr die Frage, wofür ein Leben gut ist, das längst in Routine verstrickt ist.

Dann passiert ein schicksalhafter Unfall, der nicht nur den Alltag, sondern auch die Beziehung der beiden auf den Prüfstand stellt. In subtilen, oft komischen Momenten lotet der Film aus, wie Nähe und Entfremdung, Zuneigung und Verletzung nebeneinander existieren können und wie viel Mut es braucht, sich selbst und den anderen wirklich zu begegnen.

Anke Engelke und Ulrich Tukur tragen dieses kammerspielhafte Drama mit einer Kraft, die das Banale des Alltags in existenzielle Fragen verwandelt. Kein Wohlfühlkino, sondern ein Spiegel für alle, die wissen: Liebe zeigt sich oft in den Details.

Deutschland, Österreich, 2025, FSK: ab 6, Laufzeit: 122 Minuten
Regie: Neele Leana Vollmar, Darsteller: Anke Engelke (Rita), Ulrich Tukur (Hans), Lukas Rüppel u. a.

Sonntag, 11. Januar 2026, 20:00 Uhr
Tickets: 8 Euro (ermäßigt: 5 Euro)


Rahmenprogramm: Offener Film-Talk im Foyer

Unser kleiner Kino-Tipp

„Ein Film, der im Stillen alles riskiert. Als herausragend gelobtes Drama, das in den Arthouse-Kinocharts aufsteigt.“

Logo Kleines Kino am Weingarten

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