Wie kam's dazu? Und wie ging's weiter? Unser kleinerin der Timeline
Die ausgezeichnete CO²-Ausgleichsmaßnahme vom Kleinen Kino am Weingarten
Kinogenuss ohne Energieverbrauch? Undenkbar. Im Saal rauscht die Klimaanlage. Der Projektor strahlt. Im Foyer wird geheizt und geleuchtet. In der Regie summt es vor sich hin. Und viele Besucher, gerade aus dem ländlichen Raum, rollen mit dem Pkw zum Königswall …
Überall spielt Energie eine Rolle, überall wird CO² emittiert
Wir wissen das. Und stellen uns dieser Verantwortung. Deshalb haben wir das Projekt Unser kleiner Hollywood ins Leben gerufen.
Unsere CO²-Ausgleichsmaßnahme, bei der wir für jeden gezeigten Film einen Baum pflanzen. Und dann mit einer hölzernen Plakette markieren. Darauf: Titel und Vorführtermin des Films, für den der Baum steht und CO² einsammelt. Klimaschutz nicht abstrakt, sondern ganz konkret.
So entsteht aus Filmen ein Wald: Unser kleiner Holly-Wood
Hier ein zeitlicher Überblick über das Projekt: Alle Meilensteine – von den Anfängen bis zum Stand heute.

Die Idee entsteht
Das Thema Klima taucht in den Gesprächen der Aktiven im Verein immer öfter auf. Der Wunsch, eine geeignete Antwort zu finden für den Ressourcenverbrauch des Kinos, entsteht. Die konzeptionelle Arbeit beginnt und mündet schließlich in das Konzept Unser kleiner Holly-Wood.

Wo findet unser Kleiner Holly-Wood ein Zuhause?
Der Plan steht – was jetzt fehlt, sind vor allem Flächen, um Bäume zu pflanzen. Leichter gesagt als getan in Deutschland … Es gibt Gespräche mit Kiesgruben-Betreibern in der Region; mit Eigentümern in der Eifel; sogar der Plan, eigene Flächen in Brandenburg zu erwerben, wird geprüft. Letztlich ergibt sich im Frühjahr 2026 eine verblüffend naheliegende Lösung: Der Kleine Holly-Wood wird an der renaturierten Bastau entstehen, nur einige hundert Meter vom Kino entfernt – quasi mitten in der Stadt.

Wie markieren wir jeden Baum mit seinem Filmtitel?
Es ist einer der zentralen Punkte des Konzepts: Jeder Baum, der gepflanzt wird, soll als CO²-Ausgleich für einen ganz konkreten Film, einen ganz konkreten Vorführtag stehen. Denn es geht um öffentliche Wirkung. Menschen, die am Holly-Wood entlang schlendern, sollen nachvollziehen können, für was dieser oder jener Baum dort steht. Klimaschutz ganz konkret. Dafür entwickeln wir Holzplaketten, die mit Kokosschnur am Baum angebracht werden. Auf der Freifläche: Raum, um Film und Vorführtag einzutragen.

Maas Natur Umweltpreis "natürlich leben" 2026
Im Frühjahr 2026 erreicht den Verein die Nachricht: Das Projekt Kleiner Holly-Wood wird mit dem Maas Natur Umweltpreis 2026 des Gütersloher Textil-Unternehmens Maas Natur ausgezeichnet. Ein Award, der dem Projekt zusätzlichen Schub verleiht: Während der Preisverleihung verkündet der Leiter der Städtischen Betriebe Minden, dass die Stadt Minden dem Kleinen Holly-Wood eine Fläche an der frisch renaturierten Bastau zur Verfügung stellen wird.

Erlenziehen an der renaturierten Bastau
Anfang Juli bekommt der Verein Gelegenheit zu zeigen, was er außer Kino noch so drauf hat. Unter dem Motto „Raus aus den Kinosesseln, rein in die Gummistiefel“ ruft Vereinsvorsitzende Astrid Engel dazu auf, beim Erlenziehen an der renaturierten Bastau zu helfen. Mehr als zwanzig Freiwillige folgen dem Ruf jeweils an beiden Tagen, um der Bastau beim natürlichen Gedeihen zu helfen.

Info-Tafel "How to Bastau"
Wie geht man richtig mit der renaturierten Bastau um? Immer wieder kann man Menschen beobachten, die offenbar nicht wissen, was erlaubt ist und was nicht. Deshalb entwickelt der Verein mit Unterstützern eine Info-Tafel, die im Bereich Kuckuckstraße an der Bastau aufgestellt wird und auf plakative Weise zeigt: „How to Bastau“ – was geht und was nicht?

Offizielle Urkunde: "Mut, neue Wege zu gehen"
Die offizielle Urkunde zum Projekt „Unser kleiner Holly-Wood“ wurde am Freitag, 4. September im Rahmen eines Netzwerk-Events bei Maas Natur in Gütersloh überreicht – besonders gewürdigt für: „Den Mut, neue Wege zu gehen und damit nachhaltige Veränderung anzustoßen.“ Wir sagen ganz herzlich: Danke!
